Volker Grabisch (rechts) erklärt Uwe Bieber an dem sogenannten Compoundbogen die Funktionsweise der Visiereinrichtung und Abzugstechnik.
Foto: Andrea Funke
Neuer Schützenkönig in Niedersteinbach gekürt
Mit seinem Kleinkalibergewehr erzielte Bernd Cupl 48 Ringe - Schützenkönigin wurde Sabine Kümmel
Niedersteinbach. Beim zweitägigen Schützenfest in Niedersteinbach hatten wie jedes Jahr die Besucher die Möglichkeit, ihre Schießkunst auszuprobieren. Dabei wurden der Schützenkönig, die Schützenkönigin sowie der Sieger beim Bogenschießen ermittelt und mit wertvollen Preisen bedacht.
"Jeder hatte die Gelegenheit, fünf Schuss freistehend mit einem Kleinkalibergewehr auf die 25 Meter entfernte Zielscheibe abzugeben. Bernd Cupl erzielte dabei 48 Ringe und holte sich bei mehr als 50 Teilnehmern den Pokal", erklärt der Vereinschef der Schützengilde, Karsten Bieber. Schützenkönigin wurde mit 37 Ringen Sabine Kümmel. Über einen größeren Zulauf freute sich an beiden Tagen jedoch die Bogenschussabteilung. Bester Bogenschütze wurde Peter Kahlert mit 38 Ringen bei fünf Pfeilen. Volker Grabisch, der vor vier Jahren den ersten Bogen mit in den Verein brachte, spricht von wachsendem Interesse. "Die meisten Leute schießen lieber mit einem Bogen, als mit einem Gewehr. Auch Neulinge können mit fachlicher Anleitung schnell ihre Pfeile auf die Zielscheibe lenken", erklärt Grabisch. Den besten Beweis dafür lieferte Sandra Seifert. Vor einem Jahr nahm die 26-jährige Rochlitzerin am Wettbewerb erstmals teil und war begeistert. Kurz darauf meldete sie sich im Verein an, kaufte einen professionellen Bogen und konnte sich durch viel Training ständig verbessern. Bei den diesjährigen Vereinsmeisterschaften wurde sie Zweite hinter Volker Grabisch - dem Vater des Bogenschießens.
Nach dem Anlegen einer Bogenschießanlage mit Zielscheiben in 30, 50 und 70 Meter Entfernung haben sich die Schützen jetzt eine Kamera überwachte Treffereinrichtung zugelegt. "Die moderne Einrichtung mit Monitor verdanken wir Jörg Mäder. Diese Technik ist selten, aber eine enorme Bereicherung", sagt Grabisch. Werbung fürs Bogenschießen will der Verein zum Dorffest in Obergräfenhain und Vereinsfest in Oberhain machen.
Neben der sportlichen Betätigung zum Fest wurde auch jede Menge Kultur geboten. Allerdings hätte sich der Vereinschef mehr Besucher zum Tanzabend mit dem Hit Express gewünscht. "Da hat uns die Fußball-EM einen Streich gespielt", erklärt Bieber. Am Samstagnachmittag hatte er beim spektakulären Rasentraktorrennen mit zwölf Fahrern den Sieg erkämpft. Diesmal musste ein Schlammloch durchfahren und die Strohpuppe "wilde Luise" gerettet werden. Außerdem sorgten die Feuerwehrkapelle Göritzhain sowie Frohnsdorfer Feuerwehrfrauen für die passende Stimmung.

