Der Straßenbau verschlingt etwa 730.000 Euro. Der größte Batzen entfällt dabei auf den Ausbau der Bahnhofstraße zwischen Polizei und DRK-Gebäude. Auch das Reststück der Hochuferstraße steht auf der Agenda.
Foto: Mario Hösel
Rochlitz pumpt Millionen in Bauprojekte
Stadt setzt in den kommenden Jahren vor allem auf Schuldenabbau
Rochlitz. Die Zeit des Baubooms neigt sich dem Ende entgegen: Die Stadt Rochlitz investiert in diesem Jahr zum vorerst letzten Mal einen Millionenbetrag in die Infrastruktur. Etwa drei Millionen Euro fließen unter anderem in Straßen, das Bürgerhaus, den Bauhof und Schulen. Bereits 2013 muss der Gürtel enger geschnallt werden. Dann stehen ersten Schätzungen zufolge nur noch rund 950.000 Euro für Bauprojekte zur Verfügung. Die Investitionen sind Bestandteil des neuen Haushaltplanes, den die Verwaltung den Stadträten am Donnerstagabend präsentierte. Diese müssen das 2012er-Zahlenwerk in der kommenden Sitzung noch absegnen.
Fakt ist: Ist den kommenden Jahren muss weiter gespart werden. Dies macht die Rochlitzer Finanzchefin bereits seit drei Jahren. "Wir haben unter anderem bei der Förderung von Vereinen und im Rathaus gekürzt. 2013 scheiden erneut drei Mitarbeiter aus. Davon wird voraussichtlich nur eine Stelle neu besetzt", sagt Kämmerin Bettina Bräunlich. Es gibt zwei wesentliche Gründe für die sich leerende Stadtkasse: Einerseits sinken die Zuschüsse vom Freistaat Sachsen mit den Einwohnerzahlen; andererseits hält eine neue, unternehmensnahe Buchführung, die Doppik, zum Sparen an.
Um für die finanziellen Herausforderungen der kommenden Jahre gewappnet zu sein, sollen die Schulden von aktuell etwa 640.000 Euro bis 2016 auf null gefahren werden. Begonnen wird damit bereits jetzt: 140.000 Euro fließen noch in diesem Monat in eine Sondertilgung. Möglich ist dies durch sprudelnde Steuereinnahmen.
Dass Schuldenabbau dringend nötig ist, verdeutlicht der Blick nach vorn: "Die Haushalte der kommenden Jahre stehen noch im Minus. Daher müssen wir weiter sparen", sagt Bettina Bräunlich.
Sorgen müsse man sich jedoch nicht machen. Schließlich liegen auf dem städtischen Konto 1,6 Millionen Euro - trotz großer Investitionen. Bräunlich: "In den kommenden Jahren stocken wir diesen Betrag wieder auf etwa 2,2 Millionen Euro auf." (scf)

