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Schienentrabi verkehrt künftig bis Penig

Eine Motordraisine fährt bisher nur von Rochlitz bis nach Göhren. Das soll sich bald ändern. Vorher müssen allerdings hiesige Bahnfreude noch eine Hürde aus dem Weg räumen.

Von Rita Türpe
erschienen am 21.03.2017

Rochlitz. Vor dem Start in die mittlerweile neunte Fahrsaison haben die Mitglieder des Fördervereins Muldentalbahn reichlich zu tun. Am 14. April stehen die ersten Schienentrabifahrten zwischen Rochlitz und der Göhrener Brücke im Plan. Weitere Termine sollen folgen. Ab 20. Mai wird das Kult-Schienenfahrzeug des Vereins Sächsischer Eisenbahnfreunde zusätzlich zwischen Penig und Rochsburg eingesetzt.

Auf der Fahrt von Rochlitz zum Einsatz nach Penig soll es an diesem Tag eine Premiere geben: "Wir wollen zum ersten Mal Fahrgäste mit auf die rund 20 Kilometer lange Strecke nehmen", sagt Vereinsmitglied Thomas Krauß. Weitere Ausflüge, bei denen der reizvolle Muldentalabschnitt jeweils in eine Richtung befahren wird, sollen im Sommer folgen. Bevor es soweit ist, muss allerdings die gesamte Strecke geprüft werden. Krauß ist sicher, dass der Zustand den Erfordernissen für das Vorhaben entspricht.

Für Pflege und Instandhaltung der früheren Bahnanlagen hätten sich die Bahnfreunde mächtig ins Zeug gelegt, sagt er. Das bestätigt Christian Berthold, der Schatzmeister und ehrenamtliche Geschäftsführer des Vereins. Derzeit gebe es zehn Aktive und vier Fördermitglieder, sagt Berthold. Die kleine Schar von Enthusiasten kümmert sich um die Strecke sowie um Projekte auf dem Bahnhofsgelände in Amerika und zwei große Feste pro Jahr. Der Lückenschluss auf der Strecke käme den Wünschen von Fahrgästen entgegen, die seit Jahren darauf warten, so Berthold. Der Schienentrabi könnte überdies einfacher zwischen den Ausgangspunkten der hauptsächlich befahrenen Streckenabschnitte umgesetzt werden.

Derzeit laufen laut Krauß zudem die Verhandlungen mit dem Eigentümer der einstigen Bahngrundstücke und -anlagen im Muldental, der MSE Mittelsächsische Eisenbahninfrastrukturgesellschaft. "Wir wollen den Abschnitt von Rochlitz bis Penig möglichst langfristig pachten", sagt Krauß. Nur so könne der Verein sicher planen. Zudem solle versucht werden, am Tourismus interessierte Kommunen mit ins Boot zu holen. "Wir wollen uns nicht aus dem Stadtsäckel bedienen, hoffen aber auf Unterstützung beispielsweise beim Beantragen von Fördermitteln", so Krauß. Im Erzgebirge werde ähnliches bereits erfolgreich praktiziert.

Laut MSE-Geschäftsführer Frank Birkner ist der Pachtvertrag bis auf Details ausgearbeitet. "Wir orientieren auf zehn Jahre Laufzeit", sagt er. Diese Form der Verwertung ist aus seiner Sicht zwar nicht optimal, Kauf würde den kleinen Verein aber überfordern. Dass dieser auch auf Erträge angewiesen sei, ist laut Birkner verständlich. Dabei dürfe indes nicht vergessen werden, dass die Pacht dem Eigentümer nicht die wirtschaftliche Kraft gebe, "die irgendwann nötigen Investitionen in Brücken oder Bahndämme" zu tätigen.

Der Verein hofft derweil auf neue Mitglieder, die sich auch an Arbeitseinsätzen beteiligen und Projekte mit voranbringen. "In diesem Frühjahr bringen wir unseren Güterschuppen auf Vordermann", sagt Berthold. Das Projekt, einen historischen Güterwagen herzurichten, ist hingegen auf Eis gelegt worden. Initiator sei der ehemalige stellvertretende Vorsitzende Uwe Neumann gewesen, so Berthold. Dessen Tod 2016 sei ein schmerzlicher Verlust gewesen. Die Witwe unterstütze den Verein aber weiter. Daher bleibe in den Vereinsräumen im Bahnhof Amerika alles beim Alten. Die Zahl der Fahrgäste, die zu den Einnahmen beitragen, ist wetterabhängig. "2016 war es an zwei von drei Fahrtagen auf der Strecke zwischen Penig und Rochsburg mies", sagt Berthold. Schätzungsweise 300 Gäste sind mitgefahren. Zwischen Rochlitz und Göhren fanden laut Krauß ein paar Fahrten mehr statt.

 
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