Die Übung am 11. September 2011 an der A 72 bei Penig musste damals aufgrund von Pannen abgebrochen werden.
Foto: Mario Hösel/Archiv
Wehren für Notfälle auf A 72 gerüstet
Seit 2010 investiert Penig 371.500 Euro in technisches Gerät
Penig. 18.829 Unfälle, 374 Tote, 18.455 Verletzte - das war das Jahr 2010 nach Angaben des Statischen Bundesamtes auf den deutschen Autobahnen. Demzufolge kracht es pro Tag im Schnitt 52-mal. Es scheint also nur eine Frage der Zeit zu sein, bis auch auf dem jüngst eröffneten Abschnitt der A 72 zwischen den Anschlussstellen Niederfrohna und Rochlitz etwas passiert.
Im Fall der Fälle werden nicht nur Notarzt, Rettungsdienst und Polizei zum Unglücksort gerufen, sondern auch die Feuerwehr. Für den knapp zwölf Kilometer langen Abschnitt sind dies die Wehren aus Penig, Obergräfenhain und Langenleuba-Oberhain. Aber auch die Wehren aus Rathendorf und Lunzenau unterstützen die anderen bei Bedarf.
"Wir sind auf mögliche Einsätze gut vorbereitet", sagt Penigs Gemeindewehrleiter Thomas Cramer. Im Stadtgebiet sind in neun Ortswehren 205 Feuerwehrler aktiv, in der Stadt selbst 38, in Langenleuba-Oberhain 22 und in Obergräfenhain 35. Die Feuerwehrmänner hätten sich bei ihren Kollegen in Berbersdorf, Frankenberg und Hainichen informiert, wie diese mit der Situation an der dortigen A4 umgehen. Cramer erzählt zudem von gemeinsamen Übungen. "Es geht darum, sich kennenzulernen, aber auch die Technik. Ganz wichtig ist auch, für den Ernstfall die Handgriffe abzustimmen, damit jeder weiß, was zu tun ist", bemerkt der Feuerwehrchef.
Doch ohne die nötige Ausrüstung hilft alles Üben nichts, weshalb die Stadt Penig seit 2010 371.500 Euro für die Feuerwehren ausgegeben hat. "Es wurden diverse Geräte und Materialien beschafft, die auch den Erfordernissen des Einsatzes auf der Autobahn gerecht werden", sagt Penigs Kämmerin Manuela Tschök-Engelhardt. So sei für die Wehr in Obergräfenhain ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug vom Typ HLF 10/6 im Wert von 270.000 Euro gekauft worden. Thomas Cramer ergänzt: "Wir verfügen jetzt zum Beispiel über neue Rettungsspreizer und - Scheren, außerdem wurde das Absperrmaterial aufgefüllt." Für Absperrungen auf Autobahnen gibt es eigene Vorschriften. So müssen Verkehrskegel eine Höhe von 75 Zentimetern statt wie üblich 50 aufweisen. "Der Grundstock ist erstmal gelegt, wenn wir weiteren Bedarf sehen, werden wir unsere Ausrüstung ergänzen", betont Cramer.



12:53 Uhr
speedy1983: übungen sind dafür da,um fehler zu erkennen und im Ernstfall es besser zumachen.Das werden sicher auch das LRA FG bzw. die Führungskräfte erkannt haben.Nicht jeder Einsatz ist gleich!Man sollte das ganze nicht gleich so negativ sehn und alles in frage stellen,ob es bei einem Einsatz funktioniert.
08:21 Uhr
LeserX: Die Meinung und das Engagement der Sadt Penig ist eine Seite. Seit fast vier Monaten ist es aber nun um die verpatzte Übung vom 11.September recht still geworden.
Sind vier Monate nicht ausreichend Zeit für das LRA FG?
Wenn schon die Übung nicht klappt, woher wird dann die Hoffnung genommen, dass es bei einem Einsatz funktioniert. Bisherige Rechtfertigungsversuche liefen ja z.T. in die Richtung, dass uns eine völlige Neuigkeit mit der A72 erwartet, sind aber bisher nicht auch schon LKW, Gefahrguttransporter und Busse in Massen auf der vielbefahrenen B95 verkehrt?