Ein Hingucker am Hang in Oberwiesenthal waren die Riesenskier, mit denen De Schi Nosen aus Ehrenfriedersdorf anreisten.Foto: Katja Lippmann-Wagner
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Mitwirkende und Schaulustige amüsierten sich in Bärenstein, Geyer und beim Skifasching Oberwiesenthal
Oberwiesenthal. Dümmer hätte es für Prinz Chistopher I. gar nicht laufen können. Als er Sonntag am frühen Morgen erwachte, fühlte sich der 17-Jährige, der beim 95. Skifasching in Oberwiesenthal seine erste Saison in der Prinzenrolle absolvierte, miserabel. "Ich hatte Fieber", so Christopher. Doch, was ein richtiger Jeck ist, der lässt sich von einem hitzigen Körper nicht aufhalten. Christopher nahm ein Fiebermittel und kontaktierte seine Ärztin, die ihm grünes Licht für den Auftritt gab.
Prinz Christopher meidet Eisbad
Nur das Eisbaden ließ der Prinz sausen, da gönnte sich der Oberwiesenthaler lieber noch eine Mütze Schlaf. Etwa 50 Unerschrockene aber sprangen ins künstlich angelegte Becken am Skihang. "Es war angenehm. Die Außentemperaturen im Plus-Bereich und das Wasser nicht so eisig, weil es wohl erst frisch aufgefüllt wurde", mutmaßte Günther Friedrich, Chef der Polenzer Eisbären. Auch der 73-jährige Wolfgang Mehner schwört aufs Baden bei jedem Wetter und den Skifasching: "Die Stimmung ist gut, und es kommen viele Schaulustige."
Großer Auftritt der Schi Nosen
Die "Rasselbande", Guggenmusiker aus Meerane, sorgte an der Freilichtbühne, wo 11.11 Uhr mächtig gefeiert wurde, für ausgelassene Stimmung. Die Blicke der zahlreichen Gäste zogen dort vor allem De Schi Nosen aus Ehrenfriedersdorf auf sich, denn sie rückten, wie schon in den Vorjahren, mit Riesenskiern an. "Es ist Tradition, hier dabei zu sein", sagte René Klauß. Mit den Brettern, auf denen zehn Sportler Platz finden, ging es am frühen Nachmittag dann auch den Skihang hinunter. Den Gästen an der Drei-Hübel-Schanze wurde sehr schnell klar, dass dieser irre Spaß den Mitfahrern ordentlich Kondition abverlangte. "Das ist gigantisch. Sowas hab' ich noch nie erlebt", sprudelte es aus Skihäschen Carmen einfach nur so heraus. Für Ramona Kominek aus Engelsdorf bei Leipzig hingegen war das alles nicht neu: "Wir sind jedes Jahr dabei. Es ist alles super geschmückt und das Programm jedes Mal toll."
Der Höhepunkt des närrischen Treibens waren zweifellos der bunte Festumzug, der vom Schmalspur-Bahnhof an den Skihang führte, und das dortige Narrenspringen. Genial dabei - ein Sprung über eine Menschenkette von 46 Personen. Am Hang ging es auch Prinz Christopher schon wieder besser. Die Majestät sprang im blau-weiß-goldenen Kostüm über alle drei Schanzen, stand die Sprünge und wurde vom Publikum beklatscht.
Jasmin I. will durchhalten
Übrigens: Prinzessin Jasmin I. ist auch 17 Jahre jung und feierte ebenso Premiere im kaiserlich-königlichen Gewand. Die Nürnbergerin tut es besonders Oma Hannelore Fischer zuliebe, die zum Elferrat gehört. "Ich gehe noch zur Schule, habe gerade Ferien", so die Hoheit. Außerdem stellte sie in Aussicht, den närrischen Zeiten noch oft als Prinzessin beiwohnen zu wollen. Am Fichtelberg wird nicht wie anderenorts jährlich ein neues Paar gekrönt.


