Das ehemaliges Finanzamt an der Schulstraße liegt im Dornröschenschlaf. Die leerstehende Immobilie soll Sitz des Polizeireviers Auerbach werden. Zuvor muss der Freistaat dort Millionen investieren.
Foto: Silke Keller-Thoss
Bau des neuen Polizeireviers Auerbach soll im dritten Quartal dieses Jahres starten
Ursprünglich war Millionenprojekt für 2013 angekündigte
Auerbach/Dresden. Überraschende Wende beim Bau eines neuen Polizeireviers in Auerbach: Während es vor einem halben Jahr noch aus Dresden hieß, ein Baustart sei frühestens 2013 möglich, sollen die Arbeiten im ehemaligen Finanzamt nun doch bereits in diesem Jahr losgehen. "Der Bau in der Schulstraße beginnt im dritten Quartal", erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete Jürgen Petzold am Donnerstag. Das Vorhaben sei damit "endgültig gesichert". Innenminister Markus Ulbig (CDU) habe ihm diese erfreuliche Nachricht am Rande der Landtagssitzung am Mittwoch überbracht. Der Freistaat kann das Geld lockermachen, da die Steuereinnahmen in Sachsen deutlich über den Erwartungen lagen.
Was genau in diesem Jahr geschehen soll, ist noch ungewiss. Als sicher gilt aber: Für das mit 4,2 Millionen Euro veranschlagte Projekt sind 2012 rund 500.000 Euro eingeplant. Diese Zahl nannte auf Anfrage der "Freien Presse" Andrea Krieger, Pressesprecherin im Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Das SIB in Dresden ist Dreh- und Angelpunkt für alle Baumaßnahmen des Freistaates. Detaillierte Angaben zum Auerbacher Projekt konnte Andrea Krieger noch nicht machen, da die Entscheidung gerade erst gefallen ist und einige SIB-Spitzenleute bereits im Osterurlaub weilen.
Neben Plauen ist nur das Polizeirevier Auerbach im Reformprojekt "Polizei.Sachsen.2020" als gesicherter vogtländischer Standort ausgewiesen. Der Umzug der Beamten aus dem maroden Gebäude an der Willy-Brandt-Straße ins Finanzamt ist seit Jahren überfällig, scheiterte aber erst an der Finanzierung und hing dann wegen der ausstehenden Strukturentscheidungen in der Luft. In den Standort Schulstraße sind ab 2007 bereits 800.000 Euro geflossen, zwei Jahre später wurde jedoch alles auf Eis gelegt.
Für Jürgen Petzold ist die Sache damit noch nicht abgehakt. Sachsens Doppelhaushalt für die Jahre 2013/14 soll voraussichtlich im Dezember verabschiedet werden. Gemeinsam mit Innenminister Ulbig werde er sich dafür stark machen müssen, um die Finanzierung einer nahtlosen Fortsetzung des Baus hinzubekommen, kündigt er an.
Unterdessen ist die Entscheidung für den Bau des Auerbacher Reviers bislang weder bei der Polizei, noch im Rathaus bekannt. "Wir wissen davon noch nichts", erklärte Hagen Hartwig, Pressesprecher der Stadtverwaltung, "aber wenn es so kommt, würden wir uns sehr freuen." Die Polizei müsse bislang leider unter baulich sehr schlechten Bedingungen arbeiten, meint Hartwig.
Auch Polizeisprecher Oliver Wurdak kennt das jahrelange Tauziehen um die Sanierung und meint, das dringende Projekt habe bislang mangels Geld nicht verwirklicht werden können.


19:28 Uhr
crashy9708: Das passt doch!
War in dem Gebäude nicht mal die alte SED-Kreisleitung etabliert?
Was der Um- und Ausbau wohl kosten wird?
Autofahrer - seid wachsam und fahrt bloß vernünftig, denn in Zukunft wird es mit Sicherheit öfters zu "Unwettern" bei hellem Sonnenschein kommen und der "Blitz" wird mit Sicherheit schneller mal bei dem einen oder anderen "Raser" einschlagen!
Der Sicherheit im Straßenverkehr kann das nur recht sein - wenn es denn auch die "Unbelehrbaren" trifft.