Chance für Neues an der Talsperre
Nur ein Imbissstand steht zurzeit an der Talsperre Falkenstein offen - Stadt möchte das ändern
Falkenstein. Die ehemalige "Göltzschtalmühle" und das sie umgebende Gelände sowie das ehemalige Ferienheim der Kammgarnspinnerei Zwickau - beide an der Talsperre Falkenstein gelegen - sollen gemeinsam ausgeschrieben werden. Während die Stadt Falkenstein Eigentümer des erstgenannten Objekts ist, wurden zum zweiten Ende des vergangenen Jahres Rückübertragungsansprüche von Erben abgewiesen. "In Abstimmung mit der Kammgarn GmbH Zwickau bedeutet das jetzt für uns, dass wir beide Objekte zusammen ausschreiben können", erklärt Falkensteins Wirtschaftsförderer Sören Voigt. "Das bietet größere Chancen, etwas Neues zu entwickeln."
Der Wunsch der Stadt ist, im Sinne eines sanften Tourismus an der Talsperre das Areal zu entwickeln. Großes Manko des Erholungsgebietes ist zurzeit, dass es außer dem Imbiss an der Bootsanlegestelle keine gastronomische Versorgung gibt. Bei schönem Wetter sind zwischen 3000 und 4000 Erholungsuchende an der Talsperre unterwegs, die beim Verweilen gern etwas essen und trinken würden. Idealerweise würde sich die Stadt eine Verbindung mit dem Hotel "Glück auf", gerade mal 800 Meter von der Talsperre entfernt, als gastronomische Einrichtung wünschen. Ein Betreiber für das in Privatbesitz befindliche Gebäude konnte bislang allerdings nicht gefunden werden. Immer wieder wird laut Sören Voigt auch nachgefragt wegen Stellplätzen für Wohnmobile und Wohnwagen an der Talsperre. "Zu Veranstaltungen wie dem Modellbootrennen können wir dann die, die mit Caravans angereist sind, nur zur Talsperre Pöhl weiterverweisen." Einen kleinen Campingplatz zu schaffen, ist eine der Überlegungen für eine zukünftige Nutzung des Areals um "Göltzschtalmühle" und Kammgarn-Ferienheim. Abgerissen wurde die "Göltzschtalmühle" bislang von der Stadt bewusst nicht, weil sie im Außenbereich liegt und nichts wieder an dieser Stelle gebaut werden dürfte, wenn sie verschwunden ist. Ebenfalls zu beachten sind die Bestimmungen, die sich daraus ergeben, dass die Talsperre im Naturpark Erzgebirge-Vogtland liegt.
Was die Veranstaltungen an der Talsperre betrifft, soll es bei denen, die es bislang gibt, bleiben. Vorstellbar wäre laut Stadtverwaltung die Wiederholung eines Konzertes, wie es schon einmal mit Musikern der Vogtland Philharmonie auf einer Ponton-Brücke auf dem Wasser vor Jahren stattgefunden hat. "Aber alles ist natürlich stark vom Wetter abhängig und in der Organisation sehr aufwändig", weiß Falkensteins Wirtschaftsförderer. Neuentstehen wird in diesem Jahr ein Gelände für BMX-Sportler am Fuß der Staumauer.


