Einen Frostschaden an der Trinkwasserleitung mussten die Zwav-Mitarbeiter am Montag in der Dorfstädter Straße in Falkenstein beheben.
Foto: Joachim Thoss
Eiseskälte: 70 Haushalte ohne Wasser
Strenger Frost führt an mehreren Stellen zu Rohrschäden
Auerbach/Falkenstein . Der Zweckverband Wasser/Abwasser Vogtland (Zwav) ist am Montag zur Notversorgung mit Wasserwagen ausgerückt. Betroffen waren die Dorfstädter Straße und die Robert-Koch-Straße in Falkenstein. "Die Tiefbauer arbeiten unter erschwerten Bedingungen, der Frost ist 70 bis 80 Zentimeter tief im Boden, das ist wie ein Gesteinspanzer und nimmt viel Zeit in Anspruch", erklärte am Montag auf Nachfrage Frank Trommer, Leiter des Trinkwasser-Meisterbereichs in Auerbach. Trotzdem sollte die Wasserversorgung binnen eines Tages wieder in Gang gesetzt werden.
Rund um die Uhr im Einsatz
"Unser Bereitschaftsdienst war rund um die Uhr im Einsatz, weil auch eine Vielzahl von Hausanschlüssen und Wasserzählern eingefroren waren", macht Trommer aufmerksam. Oft genug werde nicht sorgsam genug damit umgegangen. Zwischen 50 und 55 Störungen hat es laut Henning Scharch, Geschäftsführer vom Zwav, übers Wochenende im Landkreis gegeben. "Bei einer Zahl von 63.000 Wasseranschlüssen im Vogtland ist das für ein Wochenende relativ viel."
Für eine Gefahrenstelle haben die eisigen Temperaturen auf der Alten Rodewischer Straße in Auerbach gesorgt. Etwa gegenüber der Einfahrt zum Festplatz Hockels Mühle gibt es einen Abschnitt, an dem sich ein dicker Eispanzer gebildet hat, mit einem tiefen Loch in der Mitte. Vom an der Straße liegenden Hang fließt das Wasser herunter und gefriert. Autofahrer riskieren Schäden an ihrem Fahrzeug oder können nur ausweichen, was bei Gegenverkehr gefährlich werden kann. "Die Mitarbeiter unseres Bauamtes haben sich die Stelle noch einmal angesehen, im Moment können wir da aber nicht viel machen. Zumindest wurde jetzt mit einer Leuchtbake auf die Gefahrenstelle aufmerksam gemacht", sagt Hagen Hartwig, Pressesprecher der Stadt Auerbach.
Nach dem Winter will man sich das Problem genauer anschauen, denn auch in den wärmeren Jahreszeiten stehen dort riesige Pfützen des vom Hang fließenden Wassers.
Heizungen abgedreht
Im Auerbacher Rathaus gingen mittlerweile auch schon die ersten Notrufe von Leuten ein, denen die Heizung abgedreht wurde, weil sie dem Hauseigentümer die Zahlung für Energiekosten schuldig geblieben sind. "Darum muss sich das Sozialamt kümmern", sagt Hartwig. Das Begegnungszentrum Oase und die Teestube der Diakonie in Auerbach kümmern sich um Härtefälle. "Ab 7 Uhr besteht die Möglichkeit, hier unterzukommen und sich aufzuwärmen, bisher hatten wir aber noch keinen konkreten Fall", lässt Gernot Dörfel, Vorstandssprecher des Diakonischen Werkes, wissen.


