Ende der Arbeiten am Vorsperrdamm der Geigenbachtalsperre
Vorbereitung der Arbeiten für 2012
Werda/Plauen. Etwa drei Millionen Euro lässt sich die sächsische Landestalsperrenverwaltung das Verbreitern und Aufschütten des Damms der Werdaer Vorsperre sowie verschiedene Nebenarbeiten kosten. Die Arbeiten hatten 2010 begonnen und sollen Mitte des Jahres beendet werden.
"Ziel der Arbeiten war es, die Stabilität des Vorsperrdamms bei Erdbeben zu erhöhen", sagt Anja Lorenz, Betriebsteilleiterin Stauanlage Vogtland im Betrieb Zwickauer Mulde/Obere Weiße Elster. Das Ergebnis soll dazu beitragen, dass das Bauwerk bei einem plötzlichen starken Absinken des Wasserstandes in der Hauptsperre stabil bleibt.
Das Wasser aus dem auch unter dem Namen Geigenbachtalsperre bekannten Stausee stillt in erster Linie den Durst der Plauener. "Etwa Dreiviertel der Menschen dort trinken Werdaer Wasser, der Rest trinkt Wasser aus der Talsperre Dröda und zwei Quellgebieten", erklärt Jürgen Hadel, Pressesprecher beim Zweckverband Wasser/Abwasser Vogtland. Trotz des Absenkens des Wasserspiegels während der Bauarbeiten wurde das unterhalb der Talsperre gelegene Wasserwerk mit Rohwasser und dadurch Plauen immer mit Trinkwasser versorgt.
Während man im vergangenen Sommer noch auf den Grund von Haupt- und Vorsperre sehen konnte, sind heute beide Becken etwa zur Hälfte gefüllt und noch mit Eis bedeckt. Sobald es die Witterung zulässt, wird weitergebaut. Übrig geblieben sind laut Anja Lorenz Restarbeiten. Dazu zählt das Befestigen der Dammkrone, die wieder als Betriebsweg genutzt werden soll. Außerdem müssen Energieleitungen verlegt sowie Steuer- und Regeltechnik für Zu- und Abläufe eingebaut werden. Da zum Teil betoniert werden muss, sind die Bauarbeiter auf frostfreies Wetter angewiesen.
2012 beginnen auch die Planungen für das Erneuern eines letzten Details der Talsperre. Es gibt einen Kanal, in dem das Wasser des Geigenbaches am Speicher vorbeigeleitet werden kann, wenn es beispielsweise durch Ausspülungen verschmutzt ist. Das hat laut Anja Lorenz den Vorteil, dass die Aufbereitung vom Roh- zum Trinkwasser nicht so viel kostet. Wann der Kanal saniert wird, steht noch nicht fest.
Größtes vogtländisches Projekt der Landestalsperrenverwaltung 2012/13 ist nach Aussagen von Anja Lorenz der Bau der Brücke über den Hochwasserablauf an der Talsperre Pöhl. Die wird aufgrund ihres schlechten Zustandes komplett neu gebaut. Wie genau die Arbeiten ablaufen sollen, werde derzeit geprüft. Wie viel der Neubau einmal kosten wird, ist noch offen. "Das hängt auch davon ab, wie gebaut wird. In der Diskussion ist derzeit auch noch die Variante, eine halbseitige Befahrung zu gewährleisten und die andere Hälfte zu bauen." Ziel sei es, die Bauzeit und eine gegebenenfalls notwendige Vollsperrung so kurz wie möglich zu halten.
Gebaut wird in diesem Jahr auch an der Talsperre Pirk. Dort wird das Schieberhaus an der Sperrmauer und der davor eingezäunte Bereich für 100.000 Euro hergerichtet. Danach sind keine weiteren Arbeiten vorgesehen.

