Die Heinrich-Heine-Straße in Falkenstein soll nächstes Jahr gebaut werden. Laut Planung müssen dafür die 50 Linden entlang der Straße gefällt werden. Der Stadtrat hat dem zugestimmt.
Foto: Silke Keller-Thoß
Falkenstein entscheidet sich gegen 50 Linden
Wer Straßenbau will, muss Baumfällungen akzeptieren - so der Grundtenor im Stadtrat
Falkenstein. Die Chancen für die 50 Linden entlang der Heinrich-Heine-Straße in Falkenstein stehen schlecht. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Donnerstag die Vorplanung zum Straßen- und Fußwegebau, dem die Linden zum Opfer fallen würden, einstimmig beschlossen.
Als Bürger im Vorfeld vom geplanten Kahlschlag Wind bekommen hatten, gab es Kritik am Vorgehen der Stadtverwaltung. Jan Fleckeisen hatte sich schriftlich an Stadtbaudirektorin Michaela Bernhardt und Bürgermeister Arndt Rauchalles gewandt. Der Brief lag den Stadträten am Donnerstag zur Sitzung vor. Für Fleckeisen ist es in keiner Weise nachvollziehbar, "dass eine Abwägung zwischen der Fällung von 50 gesunden und ausgewachsenen Linden auf der einen Seite und der Schaffung neuer, ordentlicher Parkplätze sowie eines neuen Fußweges auf der anderen Seite zu Ungunsten des umfangreichen Baumbestandes ausfallen soll. Dieses Vorhaben erscheint vielmehr irrational und völlig außer Verhältnis stehend zum erstrebten Zweck."
Für Fleckeisen sind es gerade solche alten Straßen wie die Heinrich-Heine-Straße, welche Falkenstein seinen eigenen Charme und Schönheit verleihen. "Warum ist die Stadt Falkenstein nicht stolz auf einen solchen Baumbestand und hegt und pflegt diesen, sodass er noch lange erhalten bleibt?", fragt er. Für Fleckeisen ist die Heinrich-Heine-Straße keine stark befahrene Straße. Von daher sei der beabsichtigte Umfang der Straßenerneuerung "kritisch zu beleuchten". "Für den objektiven Betrachter müssen hier schlichtweg Sauerstoff spendende Bäume Schadstoffe ausstoßenden Fahrzeugen weichen", argumentiert der Falkensteiner.
Laut Planung scheint die Fällung der alten Bäume wegen des für nächstes Jahr geplanten Straßenbaus unumgänglich zu sein. Zwar will die Stadt noch ein Baumschutzgutachten zum Zustand der Linden in Auftrag geben, aber ob der markante Baumbestand entlang der Straße im gegenwärtigen Umfang erhalten bleiben kann, ist eher fraglich.
Stadtrat Klaus Mann (CDU) bezeichnete die Debatte um die Baumfällungen als "emotional hochgeputscht". "Entweder man will, dass die Straße gebaut wird oder lässt sie in dem Zustand wie sie ist." Dem schloss sich auch Theodor Kießling (FDP) an, der den Vorwurf des "Naturfrevels" nicht gelten lassen will: "In Falkenstein wurde in den vergangenen Jahren mehr gepflanzt als gefällt." Stadtrat Lutz Mothes (Die Linke) plädierte dafür, das Baumschutzgutachten abzuwarten und dann zu entscheiden, was vom Altbestand der Bäume gefällt werden muss und was erhalten werden könne. Stadtbaudirektorin Michaela Bernhardt verwies darauf, dass nach dem Straßenbau Neuanpflanzungen von Bäumen entlang der Straße geplant seien, sodass "der Alleecharakter gewahrt bleibt".
Noch im Juni ist laut Stadtbauamt eine Anwohnerversammlung zum grundhaften Ausbau der Heinrich-Heine-Straße geplant, bei der das Konzept der künftigen Gestaltung samt Parkflächen und Nebenanlagen detailliert vorgestellt werden soll. (mit ike)


19:21 Uhr
mlh: Wer uns wirklich helfen will, der druckt sich die Sammelunterschriftsbögen aus und geht damit zu seinen FALKENSTEINERN, die wahlberechtigt sind und sammelt Unterschriften, denn ein älterer Mensch ist selten für Internetabstimmungen zu begeistern...siehe die von mir hoch geladenen mit Anonym bezeichneten Posten...da kommt einfach mehr!
@Nixe mach doch bei uns mit, BI ... mal sehen
17:03 Uhr
Nixe: Bitte alle, die dagegen sind hier unterzeichnen: http://www.openpetition.de/petition/kontakt/verhindert-den-kahlschlag-der-linden-in-der-heinrich-heine-str
- Bürgerinitiative evtl. über Kontakt zu Petitionsverfasser!
Wenn die Leute ins Rathaus gehen, wird die Stadt versuchen zu beschwichtigen. Eindruck würde es schon machen! Aber wichtig ist halt, dass man nicht alles glaubt, und Rücksprache untereinander hält!! Deshalb finde ich die Kontaktmöglichkeit über eine Bürgerinitiative am besten. Wichtig ist dann auch die Anwohnerversammlung, und die Bekanntmachung der Bürgerinit. über die FP.
15:53 Uhr
Holzinger: Wie wär´s wenn sich die Bürger mal im Rathaus einfinden und ihren Bürgerwillen kundtun.
11:25 Uhr
mlh: @Nixe und alle Falkensteiner
ich habe über http://www.openpetition.de/petition/kontakt/verhindert-den-kahlschlag-der-linden-in-der-heinrich-heine-str mit JBF Kontakt aufgenommen und heute mit ihm schon telefoniert. Also los macht auch mit, denn wir brauchen noch viele Unterschriften in den 60 Tagen!
00:25 Uhr
Nixe: Ich finde das richtig gut hier! Innerhalb von 2 Tagen die Petition (DANKE! JBF! :-) ), die Unterschriften, die Bänderaktion,...!!! Bin im Moment am überlegen, wie es am besten wäre. Die Petition ist sehr gut, aber sie kann wohl auch abgelehnt werden, soviel ich weiß ? Auf jeden Fall müsste sie aber einen Eindruck auf den Stadtrat machen, wenn viele Bürger unterschreiben, müsste dieser seinen Beschluss überdenken - müsste man meinen. Zumindest müssen dann Alternativen noch einmal besser durchdacht und einbezogen werden.
Ein Bürgerentscheid wäre auch gut. @mlh: Und eine Bürgerinitiative ist auch eine super Idee! :-)
@ ThorstenS, wolfi111,...?
Ich würde mich freuen, wenn wir noch etwas mehr Unterstützung bekämen, vielleicht von jemand, der das schon mal gemacht hat, und uns hilfreiche Tipps geben kann ?