Ein Großaufgebot der Feuerwehr war am Freitag in der Wetzelsgrüner Straße in Treuen im Einsatz. Im Dachboden einer Doppelhaus-Hälfte (im Bild rechts) war aus bisher unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Die darunter gelegenen Räume sind nicht mehr bewohnbar.
Foto: Joachim Thoss
Feuer unterm Dach
Wohnung nach Brand in Treuen vorerst nicht mehr nutzbar
Treuen. Eigentlich wollten Gisela und Manfred Hübner am Freitagmittag noch einkaufen fahren - dann kehrten sie doch eher zurück zu ihrem Haus in der Wetzelsgrüner Straße in Treuen. "Es roch irgendwie nach verbranntem Holz, als wir hineingingen", schilderte Gisela Hübner ihre Eindrücke. Die Eheleute schoben es zunächst auf Holzheizungen in der Nachbarschaft. Doch als Manfred Hübner wenig später die Wohnung verließ, war das gesamte Treppenhaus voller Qualm, der von oben zu kommen schien. Der Hausherr rannte hinauf - und entdeckte Flammen auf der Schwelle einer Bodenkammer.
Gegen 13.30 Uhr rückte die umgehend alarmierte Feuerwehr an, zog Wasserschläuche nach oben und blies den Rauch mit Lüftern weg. Die Bewohner beider Hälften des schmucken Doppelhauses wurden vorbeugend evakuiert, eine bettlägerige Person musste getragen werden. Manfred Hübner kam wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung zur Beobachtung ins Krankenhaus. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Treuen, Eich, Hartmannsgrün und Lengenfeld - die Nachbarn hatte man zu Hilfe gerufen, weil zwei Atemschutztrupps benötigt wurden.
Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden, dennoch hatte es sich bereits durch die Bodendecke zur darunterliegenden Wohnung durchgefressen. Um Brandnester auszumerzen, hackten die Wehrleute zudem beträchtliche Teile der Dielung auf. Die 49-jährige Mieterin der Wohnung kann samt Hund bei Verwandten unterkommen, wie Mitarbeiter der Stadtverwaltung feststellten.
Treuens Ordnungsamtsleiter Burkhard Weck war unverzüglich zum Ort des Geschehens geeilt - im Ernstfall wäre die Kommune für die Unterbringung der betroffenen Menschen verantwortlich gewesen. Doch schnell zeichnete sich ab, dass alle anderen Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren können. Während des Feuerwehr- Einsatzes hatten einige von ihnen vor der Kälte Unterschlupf gefunden bei Karla Reiher im benachbarten Baumarkt-Gebäude: Dort wird gerade renoviert, und es war gut geheizt.
Zur Ursache des Dachboden-Brandes dauerten die Ermittlungen am Freitag noch an. Einen elektrischen Defekt glaubt Gisela Hübner jedoch ausschließen zu können: "Die Leitungen in unserem Haus waren alle neu."


