Förderverein soll Waldbad Brunn retten
Linksfraktion will baufällige Schwimmhalle wieder ins Gespräch bringen
Auerbach. Was würde es kosten, die Schwimmhalle am Waldbad Brunn wieder in Betrieb zu nehmen? Wie könnte die Anlage kostengünstig betrieben werden? Mit diesen Fragen hat sich ein Antrag der Fraktion Die Linke im Auerbacher Stadtrat beschäftigt. Zur Betreibung möchte Fraktionschef Volker Mieth einen Förderverein gründen.
Genossenschaft als Modell
Mieth schwebt vor, das Bad nach einem genossenschaftlichen Modell zu betreiben. Beispiel ist die Gemeinde Nörten-Hardenberg im Süden Niedersachsens. Dort wurde im September 2005 erstmals in Deutschland eine Genossenschaft zur Betreibung eines Hallenbades gegründet. Das Betreibermodell funktioniert bis heute.
"Die Verwaltung muss prüfen, was das Wiederherrichten und das Hochfahren der stillgelegten Technik kosten würde. Erst danach kann man weitere Schritte überlegen", sagt Mieth. Allerdings will der Fraktionschef schon jetzt ausloten, wie groß das Interesse der Auerbacher an einer Mitarbeit am Bad ist. "Dazu tappen wir derzeit im Dunkeln. Deswegen möchte ich einen Förderverein gründen." Als nächster Schritt soll die Stadtverwaltung per Ratsbeschluss beauftragt werden, ein Gutachten zur Wiederinbetriebnahme der Halle in Auftrag zu geben.
Entscheidung treffen
Joachim Otto (CDU) und Martin Treeck (FDP) schlossen sich der Meinung Mieths an, dass eine Lösung für die Zukunft der Schwimmhalle gesucht werden muss. "Es ist ein großes Glück, dass vor einem Jahr der Druck der Fördermittelrückzahlung von dem Bad genommen wurde. Jetzt dümpelt die Halle aber vor sich hin. Es muss langsam eine Entscheidung getroffen werden, was damit passieren soll", sagt Treeck.
2011 hatte die Landesdirektion die drohende Rückzahlung von rund 6,3 Millionen Euro Fördermitteln durch Auerbach an den Freistaat aufgehoben. Grund der Forderung: Das baufällige Hallenbad hatte nur sieben statt den in der Fördermittel-Zweckbindung geforderten 25 Jahren geöffnet. Derzeit wird die Anlage als Freibad mit ganzjährig geöffneter Sauna betrieben.
Interessenten an der Mitarbeit in einem Förderverein können sich bei Volker Mieth unter der Telefon 03744 212593 melden.


18:46 Uhr
crashy9708: Waldbad Brunn vs. Park der Generationen
Wäre es nicht besser gewesen, dass man das Waldbad zum "Bad der Generationen" ausgebaut hätte?
Letztens erzählte mir meine Mutter, dass im Park der Generationen schon wieder die Vandalen gehaust haben.
Na ja, manche Vogtländer können eben ihren Stammbaum nicht verleugnen.
Da es im Süden der EU nichts mehr zu plündern gibt, wenn man den Rating-Agenturen glaubt, dann fängt der neuzeitliche Vandale eben erst einmal wieder "klein" an und begnügt sich eben mit dem Geld der Steuerzahler!
Aber Spass beiseite:
Es ist eine Schande, auch für Auerbach, dass man hier nix auf die Reihe bekommt.
Das Brunner Bad war auch nach der Wende ein Anziehungspunkt - selbst bei meinem winterlichen Kurzurlaub im Vogtland als unmsere Tochter noch klein war.
...lange, lange ist es her und lange hatte man Zeit, ein ordentliches Konzept für dieses schöne Waldbad zu erarbeiten.
Anstatt eine Immobilie vergammeln zu lassen und stattdessen neue Begegnungstätten zu erfinden, sollte man lieber auf bewährtes zurückgreifen.
Wer aber lieber in Neu- als in Ersatzbeschafffungen investiert, der schafft eben auch "blühende Landschaften"!
Der NABU wird es einst danken - aber ob es auch der Steuerzahler, sprich Wähler, tut, das kann niemand voraus sagen.
17:49 Uhr
Holzinger: Bis zur Wiederinbetriebnahme hin (Wer weiß wann?)wäre es vorerst angebracht, die Werbetafel für das Hallenbad Brunn mal zu entfernen.