Kameras als Schutz vor Amokläufen
Schulen im Raum Auerbach werden mit neuer Technik ausgerüstet
Auerbach. Unter dem Stichwort Amokprävention hat Falkenstein im Haushalt 2012 Geld für die sicherheitstechnische Ausrüstung der Trützschler-Mittelschule eingeplant. Konkret gehe es laut Rektor Hans-Ulrich Tiepmar um die Nachrüstung von Klassenzimmern mit Türschlössern eines einheitlichen Schließsystems und eine mögliche Videoüberwachung am Eingang.
"Diese Maßnahmen sind keine spezielle Idee der Falkensteiner Mittelschule, sondern aufgrund der Amokläufe und -drohungen der Vorjahre an deutschen Schulen ein Thema, das auch uns beschäftigt", sagt Tiepmar. Er verweist auf "Empfehlungen des sächsischen Kultusministeriums", die zur Vorbeugung auf solche Vorfälle herausgegeben wurden. Darüber hinaus gebe es Gespräche mit der Polizei sowie einem Sicherheitsbüro, das die Trützschler-Mittelschule betreut. "Es geht nicht darum, einen Panzer um das Schulgebäude aufzubauen, sondern um entdeckte Lücken in puncto Sicherheit der Schüler und Lehrer zu schließen", sagt der Rektor.
In Auerbach wurden und werden die Schulen mit der Sanierung entsprechend hergerichtet, sagt Fachbereichsleiter Knut Kirsten. "Über technische Details wollen wir nicht reden, um es potenziellen Tätern nicht einfach zu machen. Auerbach passt die Technik regelmäßig dem neuesten Stand an. Das passiert bei uns über die Haushaltsstelle Werterhaltung." Zur Ausstattung der Schulen gehören neue Schließsysteme, kameraüberwachte Eingänge, spezielle Alarmierungspläne. Bei dem Thema arbeitet die Stadt eng mit der Polizei zusammen. Mit den Beamten wurde beispielsweise auch für jede Schule ein spezielles Sicherheitskonzept erarbeitet.
Ein solches Konzept wurde laut Hauptamtsleiter Werner Tertel im Zuge der Sanierung des Pestalozzi-GymnasiumsRodewisch realisiert. Alle Klassenzimmer-Türen wurden mit einem neuen Schließsystem versehen. Die sechs Außentüren sind so gesichert, dass zwar von innen die Fluchtmöglichkeit besteht, man von außen aber nicht ohne Weiteres die Schule betreten kann. Mit Wechselsprechanlage und Videoüberwachung ist der Haupteingang versehen. Das Sicherheitssystem der Schiller-Grundschule wird während der zurzeit laufenden Sanierung überarbeitet.
Genauso wie in anderen Orten werden auch imSchulverband Treuener Land die technischen Anlagen und Maßnahmen ständig kontrolliert. Um Unbefugten den Zutritt zu erschweren, können alle Türen nur von innen geöffnet werden. "Im Zuge von Baumaßnahmen und Sanierungen wurden einbruchssichere Fenster in Keller- und Erdgeschoss eingebaut", sagt Bettina Trautzsch vom Verband.



19:49 Uhr
crashy9708: Meine Fresse:
Wo sind wir nur gelandet?
Früher wachten Ulbricht und Honecker in den Klassenräumen über uns und es gab - zumindest während meiner Schulzeit von 1965-1977 in Treuen und Auerbach - nicht einen einzigen Amok-Lauf.
An WEN oder WAS hat DAS wohl gelegen?
Vielleicht am System - wohl auch nicht, oder?
Wenn ja, dann sollte man mal ganz schnell mehr für die Jugend und Familien tun und das ist auf Dauer billiger als in Alarm-Anlagen, oder?