Die Leitplanken auf der Straße zwischen Beerheide und Jägersgrün sind seit Dezember des vergangenen Jahres stark beschädigt.
Foto: Joachim Thoss
Leitplanken noch immer kaputt
Im September soll über eine Reparatur entschieden werden
Beerheide. Der Schneebruch hatte im Dezember 2010 ganze Arbeit geleistet und die Planken auf eine Länge von etwa drei Kilometern stark beschädigt. "Für uns war es wichtiger, das Geld für den Straßenbau einzusetzen", sagt Günter Schlott, Abteilungsleiter Straßenbau im Plauener Straßenbauamt. Und da die Verkehrssicherheit durch die Schäden auf der Staatsstraße 300 zwischen Beerheide und Jägersgrün nicht beeinträchtigt worden sei, habe man die Reparatur verschoben.
Im September wird im Straßenbauamt Inventur gemacht. Danach soll feststehen, ob genügend Geld für das Beseitigen der Schäden vorhanden ist. Da die Planken an dem Straßenstück komplett ausgewechselt werden müssen, rechnet Schlott mit Kosten in Höhe von mehreren zehntausend Euro. Aufgrund dieser Summe ist auch das Straßenbauamt und nicht wie sonst üblich die Straßenmeisterei für das Beseitigen der Schäden zuständig. "Die Meisterei beseitigt Schäden, wenn zwei, drei Felder einer Leitplanke beschädigt sind. Das kostet zwischen 500 und 1000 Euro. Aber solche Summen wie auf der Staatsstraße sprengen die finanzielle Leistungsfähigkeit der Falkensteiner Meisterei." Der späte Zeitpunkt der Entscheidung wäre kein Problem, weil die Planken auch im November noch geschlagen werden können.
Die Leitplanken an dem Streckenabschnitt dienen laut Schlott in erster Linie dem Trinkwasserschutz. Das Wasser speise auch die Talsperre Eibenstock. Trotzdem soll jetzt dort die Geschwindigkeit reduziert werden. Das Straßenbauamt will damit mögliche Schadensersatzansprüche im Falle von Unfällen vorbeugen. Bisher habe man "auf die Vernunft der Autofahrer gesetzt", die angesichts der Plankenschäden vorsichtiger fahren.
In der Schublade der Plauener Behörde befindet sich nach Auskunft Schlotts ein baureifer Plan für den Ausbau der Strecke zwischen Beerheide und Jägersgrün. Hintergrund ist wieder der Trinkwasserschutz: "An der Trassenführung wird nicht viel geändert. Es werden Einrichtungen gebaut, die verhindern sollen, dass ausgetretene Schmier- oder Kraftstoffe ins Wasser fließen können." Der Bau liegt aber derzeit auf Eis. Grund: Die dafür veranschlagten 4,5Millionen Euro kann das Plauener Straßenbauamt ohne eine zusätzliche Geldspritze vom Freistaat nicht stemmen.


