Hagen Hartwig (links) und René Tümpner zeigen eine Tafel mit einem QR-Code. Sie soll in den nächsten Tagen am Auerbacher Museum aufgestellt werden.
Foto: Joachim Thoss
QR-Codes in Auerbach - Kleine Tafeln verraten Wissenswertes
Schwarz-weißes Muster gibt via Handy Informationen preis
Auerbach. Mit einer neuen Technik macht Auerbach von sich reden: Die Stadt ist die erste im Vogtland, die QR-Codes für sich nutzt. Zehn mit weißen und schwarzen Punkten bedruckte Tafeln sollen in den nächsten Wochen an Sehenswürdigkeiten angebracht werden - rechtzeitig zur Urlaubszeit.
Die etwa 20 mal 30 Zentimeter großen Tafeln beinhalten verschlüsselte Informationen über die jeweiligen Baudenkmale. Entschlüsselt werden können sie mit einem internetfähigen Smartphone. "Mithilfe der Informationen kann man Touristen virtuell an die Hand nehmen und in der ganzen Stadt herum führen", sagt Bernd Schilbach. Der Geschäftsführer hat das Infosystem mit seiner Plauener Firma Denkende Portale für Auerbach entwickelt. Für die Inhalte sind dort der Fachbereichsleiter Kultur, René Tümpner, und Pressesprecher Hagen Hartwig verantwortlich.
"Man kann neben wissenswerten Informationen zu den Denkmalen auch beispielsweise Infos zu Restaurants und zu den Stadtfesten an den jeweiligen Orten hinterlegen", erklärt Hartwig. Sind die Angaben überholt, werden sie gelöscht. Die Technik geht nach den Worten von René Tümpner so weit, dass für einen Code beispielsweise an einem Tag des Weihnachtsmarktes zu einer bestimmten Zeit ein Gewinnspiel geschaltet werden kann. Neben Bildern und Texten können mit leistungsstarken Geräten auch Filme angeschaut werden, wenn sie hinterlegt sind. QR-Codes kamen im Auerbacher Museum bereits bei der Weihnachtsausstellung im Dezember und Januar zum Einsatz.
Nach Aussagen von Bernd Schilbach steht die Nutzung von QR-Codes noch am Anfang. Bis jetzt sind sie hauptsächlich auf verschiedenen Produkten wie Lebensmitteln abgebildet. "Die meisten Kommunen sind nicht so flexibel, dass sie diese Technik schnell einsetzen." Nach seiner Ansicht zählt die Stadt Auerbach bei dem Thema zu den Vorreitern in Westsachsen und Ostthüringen und könnte dadurch davon profitieren.
Erfahrungen mit dem neuen Informationssystem haben laut Hagen Hartwig in Sachsen die Städte Pirna und Bautzen gemacht. "Wir wollten damit in erster Linie die junge Zielgruppe ansprechen", sagt der Pirnaer Pressesprecher Thomas Gockel. Die Stadt setzt bei der touristischen Information beispielsweise über historische Gebäude auf klassische Infotafeln, die für weiterführende Informationen einen QR-Code enthalten. Auch Flyer werden mit den Codes versehen. "Dadurch entsteht ein Mehrwert für die junge Generation." Das System wird laut Gockel in Pirna seit etwa drei Monaten eingesetzt und soll ausgebaut werden. Das Amtsblatt und andere Druckwerke habe man noch nicht damit versehen. Einen Schritt weiter ist man in Bautzen gegangen. Dort nutzt man die Codes nicht nur im touristischen Sektor, sondern versieht damit auch das Amtsblatt und sämtliche anderen Publikationen.


17:57 Uhr
Holzinger: Bevor man neue Tafeln aufstellt wäre es besser, die vorhandenen mal zu aktualisieren, wie z.B. in der Talstraße die Wegbeschreibung zum Hallenbad Brunn !