Mit einer Halle an der Plauenschen Straße in Falkenstein hat der Katastrophenschutzzug des DRK-Kreisverbandes Auerbach ein neues Domizil gefunden. Am Sonnabend zeigte Kreisbereitschaftsleiter Christian Klitzsch (links) Fahrzeuge und Technik den Besuchern, darunter Falkensteins Bürgermeister und DRK-Kreisvorsitzender Arndt Rauchalles (rechts).
Foto: Silke Keller-Thoss
Retter mit größerem Fuhrpark im Einsatz
DRK-Kreisverband Auerbach vollzieht Schulterschluss mit Ortsverein Lengenfeld
Falkenstein/Lengenfeld. Mit zwei neuen Fahrzeugen für den Sanitätsdienst, einem Krankentransport- und einem Gerätewagen, sowie zwei weiteren, die von anderen Trägern übernommen wurden, hat der DRK-Kreisverband Auerbach jetzt für den Katastrophenschutz einen sogenannten Einsatzzug.
"Vor dem konnten wir bei Großschadenslagen nur versorgen, also kochen und ein Zelt aufstellen zur Unterbringung von Geschädigten. Jetzt haben wir Behandlungsplätze und können die Erstversorgung von Verletzten absichern", erklärt Christian Klitzsch, der Kreisbereitschaftsleiter für den Katastrophenschutz ist.
Der Fuhrpark der Katastrophenschutzeinheit fürs Göltzschtal ist somit auf insgesamt zehn Fahrzeuge angewachsen. "Die Bedingungen am bisherigen Standort in der Rathenaustraße in Falkenstein haben nicht mehr gepasst, deshalb haben wir eine Halle im Gewerbegebiet an der Plauenschen Straße angemietet", sagt Klitzsch. Dort steht außerdem ein Platz für Übungen zur Verfügung. Um personell besser gerüstet zu sein, hat der Kreisverband Auerbach im November den Schulterschluss mit dem DRK-Ortsverein Lengenfeld vollzogen.
Im Vogtlandkreis gibt es insgesamt drei Einsatzzüge des Katastrophenschutzes, zwei in Plauen und einen, der zum DRK-Kreisverband gehört. Die Organisation des Katastrophenschutzes obliegt dem Landkreis, die personelle Absicherung dem Träger. In die Finanzierung teilen sich Bund, Land, Landkreis und der jeweilige Träger. "Den Zug zu betreiben, ist fürs DRK mit enormen Kosten verbunden", erklärt Klitzsch. Unter anderem kommt das DRK als Träger für die Ausstattung und Ausbildung der ehrenamtlichen Helfer des Einsatzzuges auf.
Insgesamt werden für die Absicherung des Zuges 33 Helfer gebraucht. Um die sogenannte Doppelbesetzung zu garantieren, sind 60 Frauen und Männer als geschulte Einsatzkräfte nötig. Mit den neuen Fahrzeugen ergeben sich neue Einsatzmöglichkeiten, aber auch neue Herausforderung. Unter anderem müssen sich die Einsatzkräfte weiterbilden. Zum Einsatz kommt der Katastrophenschutz unter anderem bei Unfällen oder anderen Ereignissen, bei denen mehr als zehn Verletzte gezählt werden. "In solchen Fällen kommt der Rettungsdienst nicht allein klar", erläutert Christian Klitzsch. Aber auch bei Großveranstaltungen wie zum Beispiel Konzerten in Wernesgrün oder großen Volksfesten sind die Helfer vom Katastrophenschutz vor Ort. Eng zusammengearbeitet wird mit dem Eigenbetrieb Rettungsdienst des Vogtlandkreises.


