Kreatives Arbeiten im Unterricht der Grundschule Reumtengrün. Foto: Silke Keller-Thoß
Reumtengrüner kämpfen weiter um Schule
Förderverein und Ortschaftsrat: Mindestschülerzahl kann erreicht werden
Reumtengrün. Reumtengrün. Die Reumtengrüner haben den Kampf um ihre Grundschule nicht aufgegeben. "Wir wissen von 15 Eltern, die ihre Kinder in unsere Schule schicken wollen", sagen Daniela Pohr, Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule und Christine Winkelmann vom Ortschaftsrat. Sie widersprechen damit der Anmeldezahl von 14, die jetzt von der Bildungsagentur Zwickau für das Schuljahr 2010/11 herausgegeben wurde und mit der die Auerbacher Schulverwaltung argumentiert, wenn es um den Erhalt der Schule geht.
Eltern glauben fest an die Zukunft der Grundschule
Dass die Eltern fest an die Zukunft der Grundschule in Reumtengrün glauben, äußert sich auch darin, dass es in den nächsten Tagen mit der Renovierung des Speisesaals losgehen soll. Finanziert wird sie vom Förderverein, unter anderem durch die Einnahmen, die die Tombola zum Schulfest im vergangenen Jahr erbracht hat. Dass auch Kinder aus sozial schwachen Familien an Ausfahrten teilnehmen können oder ein kostenloser Schulwegtransport angeboten wird, ist ebenso durch die Unterstützung des Fördervereins möglich. "Wir haben eine so schöne Schule, mit idealen Bedingungen: einen Hort mit Außenspielplatz, einen Schulgarten, eine nahe gelegene Turnhalle, Ganztagsangebot mit vielen kreativen Möglichkeiten und eine gute Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde und den Vereinen im Ort", zählt Daniela Pohr Gründe auf, warum es sich lohnt, um die Schule zu kämpfen. "Wir brauchen die Schule im Ort, weil sie viele dörfliche Veranstaltungen mit prägt", ergänzt Christine Winkelmann. Sie verweist darauf, dass die Vereine im Ort - wie Fußballverein und Feuerwehr - eng mit der Schule zusammenarbeiten und von daher ihren Nachwuchs gewinnen. "Kindergarten, Schule und Hort - das bildet bei uns räumlich eine Einheit, was ideal für die Kinder ist", argumentiert Christine Winkelmann.
Die Reumtengrüner verspüren momentan wenig Rückenhalt für ihr Anliegen im Auerbacher Stadtrat und in der Schulverwaltung. Daniela Pohr ist fest überzeugt, dass die Zahl der potenziellen Schulanfänger in den nächsten Jahren wieder steigt, schließlich seien gerade erst wieder fünf junge Familien nach Rebesgrün gezogen. Die Reumtengrüner wollen in einer der nächsten Stadtratssitzungen noch einmal auf ihre Sorgen aufmerksam machen. "Wir haben die ganze Zeit für den Erhalt aller Auerbacher Grundschulen gekämpft. Dass es jetzt auf einen Konkurrenzkampf zwischen Grimmschule und unserer hinausläuft, ist nicht gut. Unser Ziel bleibt, die Schule in unserem Ort zu behalten", so Daniela Pohr.


