Die Sieger der 14. Deutschen Meisterschaft in Wasserrutschen: Christopher Werner war der Schnellste bei den Jungen unter 18 Jahren, Isabell Werner die Schnellste bei den Frauen. Julia Zeh kam auf Platz 1 bei den Mädchen unter 18 Jahren und Sven Schiessl schließlich setzte sich als Bester sowohl bei der Sächsischen als auch bei der Deutschen Meisterschaft im Männerwettbewerb (v. l. n. r.) durch.
Foto: Silke Keller-Thoß
Rodewischer rutscht an die Spitze
Sven Schiessl holt sich bei den Deutschen und Sächsischen Meisterschaften in Rebesgrün den Sieg
Rebesgrün. Rebesgrün. "Die Knie gewinnen immer", stellte Sven Schiessl kurz nach seiner Kür zum Deutschen und Sächsischen Meister im Wasserrutschen fest. Diese Technik hat dem Rodewischer am Wochenende im Waldsportbad Rebesgrün nicht nur zu Platz eins in beiden Wettbewerben verholfen, sondern auch noch den Roigk-Pokal für die schnellste Zeit eingebracht.
155 Teilnehmer aus mehreren Bundesländern und dem tschechischen Sokolov rutschten zur 14. Deutschen und 16. Sächsischen Meisterschaft in fünf Kategorien gegen die Stoppuhr an: unter und über 18 Jahre, männlich und weiblich getrennt. In einem Extra-Lauf starteten Kinder bis sechs Jahre. Zwei Läufe gingen in die Wertung ein. "Es sind alle Rutschlagen erlaubt", erklärt Schwimmmeister Ralf Voigtländer.
Mit einem Sieg hatte Sven Schiessl nicht gerechnet. "Es war einfach Glück, dass ich so gut durchkam", erklärt er zufrieden. Seit mehreren Jahren startet der Vogtländer bei den Rutschmeisterschaften und konnte sich schon 2007 in beiden Läufen den Sieg sichern. Für einen neuen Bahnrekord, der bei 10,93 Sekunden liegt, reichte es nicht. Allerdings jagte Schiessl mit seiner persönlichen Bestzeit von 11,15 Sekunden die acht Meter hohe und 75 Meter lange Rinne hinunter.
Für das Prominenten-Rutschen hatte sich ausschließlich Cathleen Martini eingefunden, was dazu führte, dass dieser traditionell außerhalb der Wertung anberaumte Höhepunkt aus dem Programm genommen werden musste. Daraufhin mischte sich die Bob-Europameisterin und mehrfache Weltcup-Siegerin unters Teilnehmerfeld für die Deutsche Meisterschaft und kam in Sitzposition auf Platz vier. "Es ist natürlich etwas anderes, auf nackter Haut zu rutschen", zieht sie Vergleiche zu ihrer Sportdisziplin und sieht sich deshalb nicht im Vorteil.
Vom wenig badefreundlichen Wetter hatten sich sowohl Veranstalter als auch Teilnehmer die Wettkampflaune nicht vermiesen lassen. Dennoch fiel das Starterfeld diesmal kleiner aus und beim Rahmenprogramm musste notgedrungen der Rotstift angesetzt werden. "Das macht Abbruch ohne Ende", berichtet Voigtländer. Die Meisterschaften abzusagen kam jedoch nicht infrage. Insgesamt zieht er ein positives Fazit: "Die Stimmung war trotzdem toll. Und es ist immer schön zu sehen, wie sich die Teilnehmer über die Jahre hinweg entwickeln."
Ergebnisse der Deutschen Meisterschaft
Männer: 1. Sven Schiessl, Rodewisch, 11,15 Sekunden; 2. Kevin Liebenhentschel, Auerbach, 11,49; 3. Vincent Spitzner, Reumtengrün, 11,61
Frauen: 1. Isabell Werner, Glauchau, 12,46; 2. Susi Pohlmann, Mannichswalde, 12,81; 3. Christine Tietschert, Auerbach, 12,98
Jungen unter 18 Jahre: 1. Christopher Werner, Rodewisch, 12,78; 2. Andreas Windisch, Auerbach, 12,90, 3. Marcus Pinkes, Reichenbach, 12,94
Mädchen unter 18 Jahre: 1. Julia Zeh, Auerbach, 12,67; 2. Lisa Engelmann, Rebesgrün, 12,98; 3. Sabine Speck, Auerbach, 13,69.


