Denny Neef, Simon Knoll und Maximilian Lenk arbeiten an der Geschwister-Scholl-Mittelschule Auerbach am Projekt zur Wema-Geschichte mit. Zurzeit gestalten sie Tafeln für die Ausstellung zur Wema-Geschichte, die am 6. November im Auerbacher Museum eröffnet wird.
Foto: Silke Keller-Thoß
Wanderausstellung zur Wema-Betriebsgeschichte
Projekt von Geschwister-Scholl-Mittelschule und Museum Auerbach nimmt Gestalt an - Anschauungstafeln, Interviews und ein Dokumentarfilm
Auerbach. Das Wema-Projekt der Geschwister-Scholl-Mittelschule Auerbach und des Museums der Stadt Auerbach ist in seine heiße Phase getreten. Die Projektgruppe arbeitet an der Eröffnung der Wanderausstellung, die am 6. November eröffnet und voraussichtlich für eine Woche im Museum zu sehen sein wird.
Die Betriebsgeschichte wird an verschiedenen Themen mit teils in der Öffentlichkeit noch unbekanntem Material demonstriert. So haben die Schüler sich darüber informiert, wie Kunst und Kultur in der Wema gepflegt wurden, wie die Lehrlingsausbildung und der polytechnische Unterricht erfolgten und was bei der sozialen Betreuung vom Betrieb geleistet wurde.
Die Schüler verwenden für die Darstellung ihrer Forschungsergebnisse "neue Technik": Es sind zwölf "Roll ups" in Digitaldrucktechnik entstanden. Dabei handelt es sich um Anschauungstafeln. Das kommt dem zugute, dass bei der geplanten Wanderausstellung Auf- und Abbau erleichtert werden.
Natürlich wird die Betriebsgeschichte auch anhand von Gegenständen wie eine Werkbank, Brigadetagebücher oder ein originales Bauteil einer Konsolfräsmaschine dargestellt. Als weiterer Höhepunkt wird der vom Projektteam gedrehte Dokumentarfilm zu sehen sein. Einige alte Filmbeiträge aus der DDR-Nachrichtensendung "Aktuelle Kamera" und "Wochenschau" sowie eine Hörecke mit Beiträgen ehemaliger Mitarbeiter der Wema sollen den Blick auf Vergangenes schärfen.
Bei der Bearbeitung der Interviews bekamen die Schüler Unterstützung vom Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanal in Plauen. Unter den fünf ehemaligen Wema-Mitarbeitern, die Rede und Antwort stehen, ist Ulrich Mikulcak, der von der Entwicklung der Sektion Wasserball in der damaligen Betriebssportgemeinschaft erzählt. Er war als Rettungsschwimmer 18-mal im Kinderferienlager als Betreuer. Schließlich ist es gelungen, die ehemalige Wema-Combo zu aktivieren. Sie spielt zur Eröffnung auf.
Vor der Projektgruppe stehen noch arbeitsintensive Tage und Wochen, vieles muss bedacht werden, bis hin zum Transport der Gegenstände und Tafeln ins Auerbacher Museum. "Aber alle Teammitglieder sind optimistisch", versichert der betreuende Lehrer Siegfried Schreiter. Ansporn ist, dass das Tandem aus Mittelschule und Museum innerhalb des sachsenweiten Projekts LernStadtMuseum seit Schuljahresbeginn ein ausgewählter (Lern-)"Ort im Land der Ideen" ist.
Geschichte der Wema
1943 Aufnahme der Produktion von Werkzeugen als Firma Alfred Berghaus
1945 Produktion von Werkzeugen und Waren des täglichen Bedarfs
1950 Umbenennung in VEB Werkzeugfabrik
1956 Umstrukturierung: Produktion von Werkzeugmaschinen und Umbenennung in VEB Werkzeugmaschinen Auerbach
1990 Umwandlung zur Werkzeugmaschinen GmbH, Schwerpunktverlagerung auf eine Baureihe von Universal-CNC-Fräsmaschinen
1992 Privatisierung durch Übernahme in das Handelshaus Wagner
1996 Gesamtvollstreckung des Unternehmens
1997 Neugründung der Auerbach Maschinenfabrik GmbH als Teil der Firmengruppe Ixion-Maxion-Auerbach
2006 Übernahme der Firmengruppe durch MKS Maschinenbau Holding GmbH.


22:01 Uhr
evaroxi: Es sollten die Betriebsteile Ellefeld und Grünhainichen nicht vergessen werden wenn Geschichte lebendig werden soll. In Ellefeld war die Gießerei und ein Teil der Fertigung, in Grünhainichen wurden Fräsmaschinen general-überholt.