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Horst Dziwok inmitten der Briefmarken, die er als Leiter der Briefmarkensammelstation der Evangelischen Karmelmission ehrenamtlich sortiert und vertreibt. Dabei ist ihm Hilfe willkommen.

Foto: David Rötzschke

Wie aus Briefmarken Bares für Bedürftige wird

Horst Dziwok ist seit seiner Kindheit ein begeisterter Philatelist. Aus dem Hobby ist mittlerweile ein Engagement für die Dritte Welt geworden.

Von Jens Sonntag
erschienen am 21.04.2017

Auerbach. Wenn Horst Dziwok eine Rarität entdeckt, ist der Philatelist nur schwer von ihr loszueisen. "Zurzeit stelle ich ein Album mit Marken aus dem Deutschen Kaiserreich zusammen, die Motive zu den deutschen Kolonien zeigen", sagt der Auerbacher. Der 63-Jährige begann als Kind mit dem Briefmarkensammeln und ist seiner Leidenschaft für besondere Postwertzeichen treu geblieben: "Dabei lernt man Orte, Personen und überhaupt viel Historisches kennen", erklärt der Rentner seine Faszination.

Diese ist seit 2009 für den früheren Hochbauingenieur allerdings mehr, als ein bloßer Zeitvertreib. Horst Dziwok leitet seit acht Jahren die Briefmarkensammelstation der Evangelischen Karmelmission mit Sitz in Schorndorf (Baden-Württemberg). Dort gehen aus aller Welt Spenden in Form von Briefen, Postkarten und Wertzeichen ein, die per Kurier ihren Weg zu Horst Dziwok nach Auerbach finden, wo der Briefmarkenexperte die Sendungen dann genau unter die Lupe nimmt. Der Anteil seltener und damit kostbarer Stücke liegt laut Dziwok bei ungefähr fünf Prozent und sei nur schwer in der großen Materialmenge ausfindig zu machen.

"Weggeworfen wird bei mir aber nichts. Sowohl für die besonderen Stücke, als auch für die Massenware gibt es Abnehmer", sagt Dziwok. Interessenten für seine Schätze aus Papier findet der Philatelist auf regionalen Veranstaltungen und im Internet. Zugute kommt der Erlös einzig einem karitativen Zweck, wie der Briefmarkensammler betont: "Die Karmelmission setzt sich für Menschen in der Dritten Welt ein und diese tolle Arbeit möchte ich unterstützen."

Deshalb investiert der Pensionär etwa 60 Stunden pro Woche in seine ehrenamtliche Tätigkeit. Dass ihm dabei andere Philatelisten aus Auerbach zur Hand gehen, freut Dziwok. Dennoch stapeln sich etliche Kartons mit Unmengen an noch nicht gesichteten Briefmarken in seiner Wohnung, weshalb der Sammler nach Helfern sucht: "Die Arbeit mit den Briefmarken macht riesigen Spaß, weil man dabei so viel entdecken und gleichzeitig Gutes tun kann. Um bei mir mitzumachen, muss man keine Vorkenntnisse mitbringen, geschweige denn Philatelist sein. Wer Lust zum Ausschneiden und Sortieren hat, ist willkommen und könnte sich einen Karton für die Heimarbeit mitnehmen." Und für kleines Geld gibt Host Dziwok Tüten mit etwa 1000 Briefmarken ab. "Da hat man mit einem Mal eine ganze Fundgrube im Sack."

Wer den Briefmarkensammler bei seiner ehrenamtlichen Arbeit unterstützen möchte oder sich für seine Briefmarken interessiert, kann sich bei dem Auerbacher melden. Kontakt per Telefon 03744/212256; per E-Mail: horst_dziwok@web.de.

 
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