Auerbach will Feuerwehrkonzept für die Jahre bis 2025 erarbeiten

Wenn es brennt, sind zu wenige da

Die alte Leitung der Ortsfeuerwehr Rebesgrün ist auch die neue. Einstimmig wiedergewählt hat die Jahreshauptversammlung am Samstagabend Detlef Patsch zum Wehrleiter und Ralf Schumann zu seinem Stellvertreter. Die beiden Männer treten damit die zweite Wahlperiode ihres Amtes an. Sie stehen einer schlagkräftigen Truppe von 25 aktiven Feuerwehrleuten vor. Einer davon, der 53-jährige Klaus Heckel, trat im Vorjahr der Feuerwehr bei. "Mein Vater war jahrelang aktives Mitglied. Ich fühle mich verpflichtet, etwas für das Gemeinwohl zu tun", so der Neustarter.

Der Altersdurchschnitt der Ortswehr beträgt 42 Jahre. Trotz der acht Mitglieder zählenden Jugendfeuerwehr gibt es auch in Rebesgrün Nachwuchssorgen. Besonders gefährdet ist die Tageseinsatzbereitschaft. "Es stehen tagsüber nur drei bis sechs Kameraden zur Verfügung", klagte Detlef Patsch in seinem Rechenschaftsbericht. 13 Mal rückten die Feuerwehrmänner im vergangenen Jahr aus, siebenmal bei Fehlalarm, zweimal wurden sie zu Wasserschäden, einmal zu einem Sturmschaden und ein weiteres Mal zur Beseitigung eines Wespennestes gerufen. Zu Buche stehen 24 Dienste, 25 Arbeitsdienste und 13.000 Ausbildungsstunden bei einer guten Beteiligung von 78,4 Prozent. Auch das Dorfleben helfen die Feuerwehrleute und der fünf Mann starke Verein mit zu gestalten, unter anderem mit Einsätzen beim Tannenbaumverbrennen, Höhenfeuer und Fackelzug, der 600-Jahrfeier und der Kirmes.

In seinem Schlusswort appellierte der stellvertretende Wehrleiter Ralf Schumann an die Stadt Auerbach, vertreten durch Oberbürgermeister Manfred Deckert (parteilos), die Rebesgrüner Wehr beim geplanten Anbau des Gerätehauses sowie bei der Nachwuchsgewinnung zu unterstützen. Deckert sprach den Wehrleuten für ihre geleistete Arbeit Anerkennung und Respekt aus. Er machte aufmerksam auf die gegenwärtige Umbruchphase auf Grund der demografischen Entwicklung, die eine Umstrukturierung der Infrastruktur der Großen Kreisstadt verlangt und auch die Feuerwehren betrifft. Von 25.635 Einwohnern im Jahr 1990 ist die Einwohnerzahl 2011 auf 19.840 gesunken. 2025 werden es nur noch 16.500 sein. Zu berücksichtigen sei auch die Altersstruktur. In Auerbach leben mehr ältere als junge Menschen, Tendenz steigend. Notwendig sei die Erarbeitung eines Feuerwehrkonzeptes bis 2025. "Einen Wegfall der Ortsfeuerwehren wird es nicht geben", versicherte der Oberbürgermeister.

Ehrungen gab es für Sascha Müller für 20-jährigen Dienst, Steffen Schwabe für 25-jährigen Dienst, Dieter Witte für 50-jährigen Dienst.

 
erschienen am 05.02.2012 ( Von Sybille Güntzel-Lingner )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
1
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  • 07.02.2012
    16:28 Uhr

    Holzinger: Als Vorschlag für später: Feuerwehrautos seniorengerecht ausstatten, d.h. breitere Trittstufen und Geländer. Beschilderung in größerer Schrift unt Tatütata etwas lauter. Oder den Osten gleich auflösen, eher ist ja doch nicht Ruh.

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