Auf der Klingenthaler Straße setzen derzeit die Bauarbeiter die Randborden. Mit Ampel wird der Verkehr halbseitig daran vorbeigeleitet - theoretisch könnte man eigentlich durchfahren.
Foto: Silke Keller-Thoß
Autofahrer ärgert Schilder-Schikane bei S 300-Umleitung
Umleitung zwischen Oberland und Göltzschtal oder Richtung Zwickau und A 72 zunehmend unübersichtlich
Auerbach. Zahlreiche Leser haben diese Woche in der Redaktion angerufen und ihren Unmut über den im Zusammenhang mit dem Bau der Staatsstraße 300 zwischen Auerbach und Beerheide erfolgten Sperrungen geäußert. Schikane und Schildbürgerstreich waren die Worte, die sie dafür fanden. Wer aus Richtung Klingenthal kommt, steht am Sportplatz Beerheide vor dem Schild "Durchfahrt verboten". Jetzt gibt es nur noch die Möglichkeit, über Rempesgrün nach Auerbach zu fahren. Oder die von den Behörden ausgewiesene "großräumige Umfahrung" über Schönheide.
Im Ortsteil Rempesgrün macht sich der zunehmende Verkehr bemerkbar. Auf die Bundesstraße in Auerbach bei der Ampelkreuzung am Schützenhaus aufzufahren, wird zum Geduldsspiel und ist abhängig vom Wohlwollen anderer Fahrzeugführer, die einen in eine freie Lücke springen lassen. Die Möglichkeit, aus Richtung Klingenthal kommend am Kaffeehaus in die Schallerbachstraße einzubiegen, die am Waldbad Brunn in die Schönheider Straße mündet, ist seit Dienstag nun auch passé. "Sackgasse" und "Keine Wendemöglichkeit" sagen dem Autofahrer die dort aufgestellten Schilder.
Durchfahrt verboten auch am Feuerwehrplatz. Firmen machen aufmerksam, dass man zu ihnen fahren kann.
Foto: Silke Keller-Thoß
Aber: "Die Schallerbachstraße als solches ist nicht gesperrt, lediglich die Zufahrt von dieser auf die Staatsstraße 300", sagt Steffi Schön von der Niederlassung Plauen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Die Sperrung der S 300 bestehe erst ab dem Knotenpunkt Spartakusstraße und nicht bereits ab Feuerwehrplatz. "Dort befinden sich lediglich Vorankündigungen", so Steffi Schön. Offensichtlich sind die aber verwirrend für Verkehrsteilnehmer, denn mittlerweile weisen Supermärkte und Gaststätten, die an der Klingenthaler Straße liegen, mit eigenen Schildern darauf hin, dass die Zufahrt bis zu ihnen frei ist.
Der Bau der Staatsstraße 300 soll bis zum September dauern, unter Vollsperrung. Die sei laut Steffi Schön "zur Gewährleistung der kurzen Bauzeit erforderlich". Für die Anlieger sei sichergestellt, dass sie durch das Baufeld in der überwiegenden Zeit fahren können. Die Ampel diene der Verkehrssicherheit, "um den zulässigen Anliegerverkehr sicher an den Baustellenfahrzeugen vorbeileiten zu können".

