Es tut sich was am Altmarkt: Ein Gebäude (zweites von links) wird abgebrochen und neu aufgebaut, das Eckhaus (rechts) saniert. Auf der Grünfläche entsteht zudem ein Parkplatz.
Foto: Ellen Liebner
Baustart für bröckelnde Häuser auf Altmarkt in Plauen
Zwei marode Gebäude verderben die Ansicht in Plauens guter Stube
Plauen. Die untere Seite des Altmarktes wird in diesem Jahr ihr Gesicht deutlich zum Positiven verändern. Beide Problemfälle der Häuserzeile, der Altmarkt 2 sowie das Eckhaus Altmarkt/Obere Endestraße, haben neue Eigentümer, die etwas Neues auf die Beine stellen.
Für den Altmarkt 2, größter Schandfleck am Platz, wurden die Weichen kurz vor Weihnachten gestellt. Da hat der Jößnitzer Unternehmer Jörg Schmidt die Verträge für die Immobilie unterzeichnet. Das Gebäude war von seinem früheren Besitzer aufgegeben worden, wurde zuletzt als herrenlos geführt. Parallel verschlechterte sich der bauliche Zustand zusehends, eine Holzvorrichtung schützte den Gehweg vor der bröckelnden Fassade.
Jößnitzer Unternehmer investiert
Geht alles klar, ist das Problem in wenigen Tagen Schnee von gestern. Jörg Schmidt will das Haus abreißen lassen und neu aufbauen. "Der Antrag im Rathaus liegt vor. Läuft alles wie geplant, wird bereits im März abgebrochen", sagte er der "Freien Presse". Anschließend soll ein neues Wohn- und Geschäftshaus entstehen. "Wir sind zurzeit mitten in der Planung", informiert er. Das Vorhaben sei eine "große Herausforderung", viele Abstimmungen in dieser unmittelbaren City-Lage notwendig. Das Ziel steht: Noch dieses Jahr soll das Haus bezogen werden.
Das gleiche Ziel steht auch für das Eckhaus zur Oberen Endestraße. Die in Falkenstein ansässige Domus Acta GmbH will das Gebäude sanieren und vier hochwertige Vierraumwohnungen sowie eine Büro-/Praxiseinheit darin einrichten. Rund eine Million Euro werde investiert, sagte Evert Bakker, Geschäftsführer von Domus Acta.
Eckhaus: Entkernung läuft
Zurzeit sind Handwerker dabei, das Haus zu entkernen. Anschließend wird die Immobilie vom Keller bis zum Dach grundsaniert. Im Sommer soll alles fertig sein. Eigentlich wollte Evert Bakker bereits im vergangenen Jahr loslegen. Da er jedoch in seiner Kalkulation auf staatliche Zuschüsse angewiesen ist und der Fördertopf zu der Zeit leer war, musste der Baustart verschoben werden.
Voran soll es auch gegenüber des Hauses gehen. Dort ist ein neuer City-Parkplatz geplant. Momentan ist das Areal eine Grünfläche. Aus der Hälfte wird demnächst Parkplatz. Das Vorhaben läuft in Regie der Wohnungsbaugesellschaft. "Geplant ist ein richtiger Parkplatz mit allem Drum und Dran, kein Provisorium", informiert Baubürgermeister Manfred Eberwein (SPD). Der neue Parkplatz war sein Zugeständnis an die Innenstadt-Händler nach deren heftiger Kritik im vergangenen Jahr. Hauptkritikpunkte waren die schlechte Erreichbarkeit und die schwierige Parksituation. Die wird nun verbessert. Mit einer umfangreichen Begrünung durch Blumenkübel wird die Altstadt darüber hinaus in diesem Jahr aufgewertet.


