Adorf will Licht per Anruf ausweiten
Kostensparende Straßenbeleuchtung wird für Sorge, Rebersreuth, Jugelsburg, Remtengrün und Freiberg geprüft
Straßenbeleuchtung, Anruf, Telefon, Adorf. Adorf. Die Stadt Adorf überlegt, die Methode bei Anruf Licht bei der nächtlichen Straßenbeleuchtung auf fünf weitere Ortsteile auszuweiten. Wie Bürgermeisterin Mariechen Bang (CDU) am Dienstag im Hauptausschuss des Stadtrates informierte, sind Remtengrün und Jugelsburg bereits betrachtet worden. Prüfungen sind auch für Freiberg, Rebersreuth und die Sorge geplant.
Die Variante, mit der Einwohner per kostenlosem Anruf die Lampen anknipsen können, praktiziert die Verwaltung seit 2009 in Schadendeck, Arnsgrün und Leubetha. In Remtengrün werden laut Bang im Jahr 23.000 Kilowattstunden Strom für Straßenlicht verbraucht, was einer Summe von 4570 Euro entspricht. In Jugelsburg sind es 12.000 Kilowattstunden (2800 Euro). Nach Kalkulation der Stadt kann ein Drittel der Kosten mit der Anruf-Steuerung gespart werden. "Das Straßenlicht ist der größte Posten im Energieverbrauch der Stadt", betonte Bang und trat Meinungen entgegen, nur die Ortsteile seien betroffen. Sie verwies auf die Umrüstung der Lampen an der Schützen- und Johannisstraße von herkömmlicher auf LED-Technik. Nicht möglich ist bei Anruf Licht in Gettengrün, da dort der Handyempfang der Steueranlage nicht funktioniere, so Bang.
Der durch die Telefon-Steuerung gewünschte Spar-Effekt trat besonders in Schadendeck und Arnsgrün ein, in Leubetha dagegen nicht wie erhofft. Dort gab es zudem vor vier Wochen Ärger durch einen technischen Defekt an der Anlage. Dabei wurden die Anrufe von Einwohnern plötzlich kostenpflichtig. Das Geld hat die Stadt Betroffenen inzwischen erstattet, wenn sie einen Einzelverbindungsnachweises ihres Telefons vorlegten. Eine Einwohnerversammlung in Leubetha, wie sie Jochen Bretthauer in einem offenen Brief an Bang forderte, wird es nicht geben. Er hatte befürchtet, die Verwaltung habe heimlich auf kostenpflichtige Anrufe umgestellt, die Bürger aber nicht informiert. "Der Ortschaftsrat war am 27. Juli der Meinung, das Problem ist gelöst, die Versammlung nicht notwendig", begründete Bang. Diese Sicht vertraten am Dienstag auch die Mitglieder des Hauptausschusses.