Begrüßungsgeld auch für Zwota
Klingenthaler Projekt erweitert - In der Nachbargemeinde beteiligt sich der Heimatverein an der Finanzierung
Klingenthal/Zwota. Klingenthal/Zwota. Das Begrüßungsgeld für Neugeborene, das es ab Januar 2011 in Klingenthal geben wird, erhalten auch Neugeborene in der Nachbargemeinde Zwota. Darüber informierten am Mittwoch Carsten Förster, der Vorsitzende des Handel-, Gewerbe- und Tourismusvereins Klingenthal/Zwota, und Georg Carsten Eibisch, Gemeinderat der Freien Wähler und Vorsitzender des Heimatvereins Zwota.
Das Begrüßungsgeld hat einen Wert von 30 Euro, die Form eines Gutscheins in der Regionalwährung Klingentaler ausgezahlt wird. Das Projekt war nach langer Diskussion von der Klingenthaler Stadtratsfraktion "Pro Klingenthal - meine Stadt" gemeinsam mit dem Handel- Gewerbe- und Tourismusverein Klingenthal/Zwota und der Sparkasse Vogtland auf den Weg gebracht worden. Diese drei Partner finanzieren die jeweils 30 Klingentaler zu gleichen Teilen.
Die Geburtenzahlen in Klingenthal sind wieder rückläufig. Kamen 2008 noch 55 Kinder zur Welt, so waren es im vergangenen Jahr noch 49 - und in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres nach den Angaben der Stadtverwaltung 17 Neugeborene.
Nach der Berichterstattung in der "Freien Presse" zum Klingenthaler Begrüßungsgeld gab es aus Zwota die Anfrage an den Handel-, Gewerbe- und Tourismusverein, ob diese Regelung auch für die Nachbargemeinde machbar wäre, da der Verein für Zwota tätig sei. In der Gemeinde Zwota waren 2008 neun und im vergangenen Jahr zehn Kinder geboren worden. In diesem Jahr sind es bislang fünf Neugeborene.
"Die Einbindung Zwotas ist kein Problem - wenn sich dort ein Partner findet, der den Platz von ,Pro Klingenthal' übernimmt", machte dazu Carsten Förster deutlich. Der war mit dem Heimatverein Zwota schnell gefunden. Auch die Sparkasse Vogtland war mit der Erweiterung sofort einverstanden. "Auf diese Weise kann der Handel-, Gewerbe- und Tourismusverein Klingenthal/Zwota auch eine weitere Brücke bauen für die Zusammenarbeit zwischen Klingenthal und Zwota", zeigte sich Förster überzeugt. Er spielte damit auch auf die Diskussion um ein mögliches Zusammengehen von Zwota mit Klingenthal an.
Georg Carsten Eibisch verwies in dem Zusammenhang auf ein Zitat aus dem Theaterstück, das der Heimatverein in diesem Jahr in Zwota aufführte, und das historische Streitigkeiten ums Bier zum Inhalt hatte: "Wir müssen so oder so in diesem Tal miteinander auskommen. Deshalb sollten wir es erst einmal im Guten probieren".