Adventsbasteln am Donnerstag im Kinderzentrum des Mehrgenerationenhauses Goldene Sonne in Oelsnitz. Unter Anleitung von Mitarbeiterin Roswitha Ludwig (hinten links) sind Michelle Dunger, Celine Feustel, Sina Bruneit, Dominic Schubert und Celine Oertel (von links) ganz bei der Sache.
Foto: Harald Sulski
Jung und Alt unter einem Dach passt gut
Mehrgenerationenhaus Goldene Sonne wurde vor einem Jahr eröffnet
Oelsnitz. Am 11. 11. sind auch in der Goldenen Sonne die Narren los. Nicht nur freitags ist das Haus an der Rosa-Luxemburg-Straße beliebter Treff für Kinder - die ganze Woche über gibt es Angebote. Nach einem Jahr hat sich vieles bewährt.
Oben auf der Hitliste steht das Backen - ob Blechkuchen, Plätzchen, Torten - alles was schmeckt. Die Leckereien lassen sich Alt und Jung schmecken, immer mittwochs, wenn Generationenkaffeetrinken im Programm steht. In der Goldenen Sonne, dem Mehrgenerationenhaus der Volkssolidarität, leben Alt und Jung unter einem Dach: 16 ältere Leute im Betreuten Wohnen und das Zentrum der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Beides wächst zusammen, nicht nur im Generationencafé. "Da kommt der Opa mal in den Jugendtreff und erinnert die Kinder, dass die Meerschweinchen im Hof gefüttert werden müssen. Oder Omas schauen in der Mutter-Kind-Gruppe vorbei. Die älteren Leute werden voll integriert", schildert Cornelia Birkner, die Leiterin der Kinder- und Jugendarbeit in Oelsnitz. Sie vergleicht: "Es ist wie in einer Großfamilie. Man ergänzt sich gegenseitig."
Neben dem gemeinsamen Kaffeetrinken, dem Backen und Mutter-Kind-Treff ist auch in der Kreativwerkstatt und im wilden Kinderzimmer ein ständiges Kommen und Gehen. Etwa 25 Mädchen und Jungen zwischen sechs und 14 Jahren gehören bisher zum Stammpublikum in der Goldenen Sonne.
Zur Einrichtung gehören neben dem öffentlichen Cafè - übrigens ein beliebter Treff für Selbsthilfegruppen und Vereinigungen - das Burgzimmer, ein Leseraum, ein vielfältig nutzbares Vestibül und im Kellergeschoss das Kinderzentrum mit Küche und Spieleraum. Dort gab es einige Zeit auch das Angebot Kissenkino - die Kinder lümmeln auf Kissen herum und schauen sich Filme an. "Doch dies hat sich nicht bewährt, weil die Filme zu lang sind. Anderthalb Stunden, da werden die Kinder hippelig", sagt Cornelia Birkner. Sie freut sich, dass das Mehrgenerationenhaus auf einem richtigen Weg ist. "Das merke ich auch daran, dass mich Leute in der Stadt ansprechen, die uns helfen wollen, mal eine Geschichte vorlesen oder mit den Kindern basteln möchten.
Das Basteln eines Bilderrahmens mit dem eigenen Konterfei steht am 23. November im Veranstaltungskalender. Nur für Frauen ist die Sonne am 29. November, 17 bis 19 Uhr geöffnet. Da gibt es eine Dessous-Modenschau mit Fachberatung eines ortsansässigen Dessous-Herstellers. Eine Kinderbetreuung wird abgesichert, ebenso wie die gastronomische Versorgung.
An erfolgreich gelaufenen größeren Veranstaltungen hält das Mehrgenerationenhaus auch im kommenden Jahr fest. So steigt im August ein Tag der offenen Tür mit der freiwilligen Feuerwehr. Auch einen Familientag im Mai soll es wieder geben. Da will Cornelia Birkner ein Schlittenhunderennen organisieren. Freilich ziehen die Vierbeiner dann keine Schlitten, sondern Wagen. Man darf gespannt sein.