Auf großen Zuspruch stieß das Kulturprogramm beim 15. Brunnenfest. Die Besucher bejubeln hier die Firebirds. 
Auf großen Zuspruch stieß das Kulturprogramm beim 15. Brunnenfest. Die Besucher bejubeln hier die Firebirds.

Foto: Eckhard Sommer

Mehr als 5000 strömen zum Brunnenfest

15. Feiertag für die ganze Familie auf dem Gelände der Bad Brambacher Mineralquellen

Bad Brambach . Schon am Sonntagfrüh ließ sich erahnen, was ab Mittag auf dem Gelände der Bad Brambacher Mineralquellen los sein wird: Menschenmassen und Parkplatznot. Mehr als 5000 aus Nah und Fern strömten zum Brunnenfest. Geschäftsführer Andreas Hentschke war die Freude anzusehen: "Wir können mehr als zufrieden sein, weil sich wieder einmal zeigt, dass das Brunnenfest eine der beliebtesten Veranstaltungen im Sommer und in der Region ist. Wir haben wieder viel Wert darauf gelegt, dass die Familien im Mittelpunkt stehen." Los ging es schon am Eingang: Es wurde kein Eintritt verlangt. Sehr vielfältig war das Angebot für die Kinder. Während sich die Eltern im Schatten der Sonnenschirme entspannten, konnten sich ihre Zwerge unter anderem mit Reifen beim Hula-Hoop versuchen, im Tret-Raddampfer über einen Swimmingpool paddeln oder mit Hilfe von Indianer-Squaw Heik Witopil aus Dresden ihre Geschicklichkeit beim Einschlagen von Nägeln testen.

So wie das Mineralwasser aus den Flaschen sprudelt, so quirlig ging es auch auf und vor der Bühne zu. Im Stundentakt gaben sich Künstler das Mikrofon in die Hand. Bejubelt wurden beispielsweise die Notendealer aus Freiberg, die als Stimmakrobaten glänzten und mit viel Temperament die Besucher bei Laune hielten. Oder die 10 Sopranos: Für die Medleys aus "Sister Act" und "My fair lady" oder Grönemeyers "Mambo" gab es jede Menge Beifall. Mit Beifall überschüttet wurden auch die Firebirds aus Leipzig. Ob nun 5- oder 75-jährig - ihre rasant-wilde Rock'n'Roll-Show sprach alle Generationen an und forderte zum Mitklatschten und Mitsingen auf.

Wem das alles zu heiß zuging, der konnte sich in die Kühle begeben und bei einem Rundgang durch den Betrieb die laufende Produktion ansehen: von der Reinigung der Flaschen übers Abfüllen des Mineralwassers bis hin zum Etikettieren und zur Bereitstellung auf Paletten für die Auslieferung. Gertrud Dengler aus Kirchenlamitz im Fichtelgebirge beispielsweise, die bei Mitarbeiter Dietmar Mothes eine Geruchsprobe des künftigen Fruchtgeschmacks nahm, war hellauf begeistert: "Endlich sehe ich mal, wie das Mineralwasser in die Flaschen kommt. Ich mag das spritzige Bad Brambacher, weil das nichts für eingeschlafene Füße ist."

Am Morgen schnürten 798 Wanderer von einem bis 84 Jahren ihre Schuhe für die Brunnenwanderung, was laut Walter Langenegger, Chef des Obervogtländischen Gebirgs- und Wandervereins, neuer Rekord war. Die meisten, nämlich 505, nahm an der Schönberger Schloss-Route teil, die unter anderem zum Kapellenberg und zur ehemaligen Kapelle führte. Die Wanderung war mit Sagenfiguren (Weiße Frau, Ritter) sowie realen Personen (Goethe, Pfarrer Martius) aus Schönbergs Geschichte sehr liebevoll gestaltet. Sie hatte jedoch einen dicken Pferdefuß - den angekündigten Bustransport zur vollen Stunde zurück zum Start. Gut 300 Wanderer standen gegen 12.15 Uhr in der Schönberger Buswendeschleife, als ein Kleinbus mit 18 Plätzen anrückte. Vielen blieb so nichts anders übrig, als entweder lange zu warten oder die Strecke zum Mineralbrunnenbetrieb zu Fuß zurückzulegen.

 
erschienen am 21.08.2011 ( Von Eckhard Sommer (mit hagr) )
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