Eine Straße in Oelsnitz in sehr schlechtem Zustand ist der Görnitzer Weg, die Zufahrt von der B 92 in das Wohngebiet Ährenfeld. Die Stadt weiß nicht, woher sie die 350.000 Euro für diesen Straßenbau nehmen soll.Foto: Harald Sulski
Holperpisten bleiben noch lange
Oelsnitz kann seit zehn Jahren keine Straße mehr komplett bauen
Oelsnitz. Hiobsbotschaft für Oelsnitzer und Gäste der Stadt, die seit Jahren über kaputte Straßen rumpeln: 2012 kann keine größere kommunale Trasse gebaut werden. "Wir schieben mehrere Straßen seit zehn Jahren vor uns her. Die letzte mit Fördermitteln gebaute war 2001 die Finkenburg", so Tiefbauamtsleiter Rainer Todt im Stadtrat. Besserung ist nicht in Sicht. "Es sieht ganz bös aus. Seit Jahren gibt es kein Deckensanierungsprogramm für die Stadt."
Geld reicht oft nur fürs Flicken
Dieses Jahr setzt die Stadt aus Haushaltsmitteln auf die Sanierung von Fußwegen. Dabei sind Gehsteige an der Reihe, die besonders schlecht und viel belaufen sind. Dies sind für je 30.000 Euro entlang der Karl-Liebknecht-Straße stadtauswärts rechts zwischen Bach- und August-Bebel-Straße sowie zwischen Brunnenstraße und Zahnarztpraxis. Entlang der Grabenstraße kommt das Stück zwischen den Hausnummern 16 und 30 an die Reihe. Mit der Winterschaden-Pauschale (47.000 Euro) baut die Stadt den Hartmannsgrüner Waldweg sowie eine Stichstraße vom Ende der Heimstättenstraße rechts zu Wohnhäusern. Zudem sind 13.000 Euro für großflächige Riss-Sanierung an Fahrbahnen im gesamten Stadtgebiet sowie 3000 Euro für kleinere Arbeiten durch die Stadtwerke eingeplant. Diese Arbeiten sollen im Juni/Juli geschehen, für die Gehsteige sind Bau-Angebote bereits im Rathaus eingegangen.
Die Wunschliste ist lang
Jenseits aller Chancen sind Projekte, die seit 2003/04 ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Dazu gehören Karl-Liebknecht-Straße (445.000 Euro) und Görnitzer Weg (350.000), Windmühlenweg (255.000), Nordstraße (240.000) und Gartenstraße (200.000). Für letztere liegt ein Plan vor, so Todt - ohne dass er umsetzbar sei. Stadtrat Ulrich Lupart (DSU) forderte, dass die Bürgermeister über den Sächsischen Städte- und Gemeindetag Druck auf die Landesregierung ausüben. "Damit man in Dresden begreift, dass man die Gemeinden nicht totsparen sollte."

