Mühlleithen als Trumpf in der Hinterhand
Langlauf beim Continentalcup in der Nordischen Kombination könnte auf höher gelegene Strecke verlegt werden
Klingenthal. Am 9. und 10. Januar sollen in der Vogtland-Arena zwei Continentalcups in der Nordischen Kombination stattfinden. Die milden Temperaturen passen den Organisatoren vom VSC Klingenthal nicht ins Konzept. "Die Schanze steht, der Anlauf ist mit der Eisspur auch kein Problem mehr", sagte Alexander Ziron. Für ein Belegen der Laufstrecke aber reichen die Schneereserven nicht. In Klingenthal hofft man, dass sich mit dem Weihnachtsfest auch die angekündigten Minusgrade einstellen. "Sobald es kalt genug ist, werden die Schneekanonen angeworfen, vielleicht schon am Mittwoch", zeigte sich Ziron zuversichtlich.
Eine weitere Option wäre, den Langlauf in Mühlleithen auszutragen. Oberhalb von 850 Metern Höhe hat das Tauwetter dem Schnee noch nicht so zugesetzt wie in den Tallagen. Außerdem wurden auf der Strecken in Mühlleithen in den vergangenen Jahren bereits mehr als 20 B-Weltcups in der Nordischen Kombination, wie der Continentalcup bis zur vergangenen Saison hieß, ausgetragen. "Auch in anderen Wettkampforten wurde bereits zum Lauf in höher gelegene Gebiete ausgewichen. Das wäre auch bei uns möglich", so Ziron.
Solche Wetterkapriolen sind nicht neu. Bei den B-Weltcups am 5. und 6. Januar 2007 konnten in der Vogtland-Arena bei Dauerregen und Nebel nur die Sprungläufe stattfinden, die vom Russen Sergej Maslennikow und Sebastian Reuschel von Bundesstützpunkt Klingenthal gewonnen wurden.
Für die Langläufe wurde nach Oberhof ausgewichen. Auch dort schmolz den Aktiven der Schnee unter den Skiern weg, so dass nur einer der beiden Wettkämpfe ausgetragen werden konnte.

