Ton um Harmona-Umzug wird rauer
Akkordeonscene-Chef Bernd Zabel fordert Rücktritt von Bürgermeister und Stadtrat
Klingenthal. In der Diskussion um die Umzugspläne der Harmona Akkordeon GmbH nach Markneukirchen, die Geschäftsführerin Gabriele S. Herberger am Donnerstag im Stadtrat Markneukirchen dargelegte, wird der Ton rauer. Bernd Zabel, der Vorsitzende des Klingenthaler Vereins Akkordeonscene, hat nun Bürgermeister Enrico Bräunig (SPD) und den gesamten Stadtrat zum Rücktritt aufgefordert.
Zabel wirft den Kommunalpolitikern mangelndes Engagement für den Erhalt der Akkordeonproduktion in Klingenthal vor: "Als Verein Akkordeonscene haben wir laut Satzung den Erhalt des Akkordeonbaus und Akkordeonspiels im Raum Klingenthal zur Aufgabe gemacht". Zabel fordert von der Politik konkrete Schritte zur Unterstützung des Unternehmens: "Das könnte beispielsweise das Gewähren von Bürgschaften für die Harmona sein".
Ein Rücktritt ist für Bürgermeister Bräunig kein Thema. "Ich werde auch weiter mit Harmona, dem Vermieter des Gebäudes und anderen Partnern nach Lösungen suchen, und zwar auf vertraulicher Basis, so wie ich das bisher getan habe", sagte Bräunig gegenüber "Freie Presse". Alles andere würde aus seiner Sicht die weiteren Verhandlungen, die anstehen, nur behindern: "Wir sollten viel lieber in Solidarität mit der Geschäftsführerin und den Beschäftigten im Kampf um den Erhalt des Unternehmens die Kräfte bündeln", so Bräunig.
Er lehnt deshalb auch eine Sondersitzung des Stadtrates ab, wie ihn die Partei Die Linke durch Stadtrat Matthias Gruber und die Landtagsabgeordnete Andrea Roth gefordert haben: "Bei den bisherigen Gesprächen waren alle Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen dabei. Diese können und sollen ihre Fraktionsmitglieder über die Situation informieren", so Bräunig.
Für Montagabend hatte der Verein "Pro Klingenthal - meine Stadt" die Mitglieder zu einer Sondersitzung eingeladen, in deren Mittelpunkt die Umzugspläne der Harmona stehen sollten. (tm)


11:30 Uhr
crashy9708: WAS SOLL DENN DAS!
Seid doch froh, dass die Produktion nicht nach Tschechien oder gleich nach China verlagert wird.
Eigentlich sollte doch jeder wissen, dass die Wirtschaft sowoeso das macht, was ihr von Nutzen sein kann und die Politik immer das Nachsehen hat.
Eigentlich wollte ich vorschlagen, dass in Zukunft in Klingenthal anstatt Akkordeons Schalmeien gebaut werden sollten.
Da aber die "Piraten" DIE LINKE bald ablösen werden, warum sollte man nicht damit anfangen, Schmuck und Ohrringe zu fertigen - als Accesoires für deren Mitglieder?
Nun aber im Ernst:
Warum macht sich kein neuer "Baumeister" dort selbstständig?
Konkurrenz belebt doch das Geschäft, oder?
...und uns, dem Steuerzahler wird es auch gut tun, wenn nicht wieder Bürgschaften und Zuschüsse aus Steuergeldern in iergendwelcher "Fässer ohne Boden" fließen.
Nehmen wir es mit der FDP:
Wo bleibt hier die Eigenverantwortung des/der Einzelnen?