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Drogenfahnder wollten diesen Peugeot im November in Plauen anhalten. Die Insassen flüchteten. Dann bauten sie einen Unfall auf der B 92 nahe der Kreuzung zur Kemmlerstraße: Sie rasten gegen einen Baum.

Foto: Ellen Liebner/Archiv

Crystal-Prozess endet mit 240 Euro Geldstrafe

In einem Autowrack saßen Drogenkuriere. Einer von ihnen ist nun verurteilt worden. Er kam mit blauem Auge davon - wie bei dem Autounfall im Herbst.

Von Manuela Müller
erschienen am 19.05.2017

Plauen/Zwickau. Einer der Drogenschmuggler, der in diesem Peugeot Crystal aus Tschechien nach Plauen geholt haben soll, ist jetzt vom Landgericht Zwickau verurteilt worden. Sein Partner wurde vor dem Urteil nach Tunesien abgeschoben. Das ist das Nachspiel einer spektakulären Hetzjagd durch Plauen.

Der Mann, den das Gericht verurteilt hat, stammt ebenfalls aus Tunesien. In ihrer Anklage ging die Staatsanwaltschaft von Drogengeschäften im großen Stil aus. Ein Kilogramm Crystal sollen die beiden abgelehnten Asylbewerber an Bord des Autos gehabt haben. Die Menge konnte ihnen nicht nachgewiesen werden, so Gerichtssprecher Torsten Sommer. Während der Verfolgungsjagd hatten sie die Drogentüten aufgeschlitzt und zum Autofenster hinausgeworfen.

Statt wegen "unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge" verurteilte das Gericht den Tunesier nur wegen Einfuhr von verbotenen Betäubungsmitteln. Er muss 240Euro Geldstrafe zahlen. Zahlt er nicht, müsste er 120 Tage in Haft. Dabei hat das Gericht den niedrigsten Straftarif angewendet, den es gibt. Der liegt bei zwei Euro. "Der Tagessatz gilt für Personen, die keinerlei Einkommen haben", erklärt der Gerichtssprecher. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Die beiden Tunesier waren im November aufs Radar der Drogenfahnder geraten. Mit einem Zivilfahrzeug hatten die Beamten versucht, das Auto auf der B 92 in Oberlosa anzuhalten, doch der Fahrer gab Gas und raste mit Tempo 120 nach Plauen. Etwas später verlor er die Kontrolle über sein Auto und prallte nahe der Kreuzung zur Kemmlerstraße an einen Baum. Ein Feuerwehr-Einsatztrupp flexte die Reste des Peugeots auf, um die schwer verletzten Männer zu befreien.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Kommentare
1
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 19.05.2017
    23:48 Uhr

    Osa: eine schöne und auch sehr gerechte Strafe. Das wird er nicht nochmal machen.



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