Altmarkt Plauen Albtraum für alle Festorganisatoren und Plauener: ein verwaister Altmarkt, auf dem nichts los ist.

Foto: Ellen Liebner/Archiv

Debatte um Stadtfeste in Plauen: Neuer Schwung oder weiter alter Trott?

CDU-Fraktion will die Feten in der Innenstadt sowie den Weihnachtsmarkt zum Ratsthema machen

Plauen. Zwischen Offenheit und Skepsis: So fällt das Echo auf den Vorstoß der Plauener Union aus, die Plauener Stadtfeste zu durchleuchten. Gestaltung, Konzeption, Verantwortung und Finanzierung will die CDU auf den Prüfstand stellen. Grund: "Die Vielzahl der Feste ergeben bei der Auswertung ein unterschiedliches Erscheinungsbild und negative Auswirkungen können nicht nur auf das Wetter zurückgeführt werden", begründete Fraktionschef Hansjoachim Weiß.

"Ich weiß nicht, wie ich mit dem Antrag umgehen soll", sagt Kulturbürgermeister Uwe Täschner (parteilos), selbst Vorstandsmitglied im Spitzenfestverein. Ihm seien zu viele Fragen offen, sagt Täschner: "Wo liegt denn überhaupt die Kritikwürdigkeit? Es gibt auch in diesem Antrag keinen Ansatz, der in die Zukunft reicht und der beschreibt, wie denn etwas besser gemacht werden kann. Die Veranstalter tun aus meiner Sicht das Optimale."

"Alles, was uns nach vorn bringt, das sollten auch wir tun", kommentiert Steffen Krebs, 1. Vorstand der Initiative Plauen, die Anregung zur Diskussion. Krebs will jedoch keine Debatte führen, die auf einer Momentaufnahme beruht und fordert eine faire Analyse.

Altmarkt Plauen Traum für alle Festorganisatoren und Plauener: Ein voller Altmarkt, auf dem die Musik spielt. Die CDU-Fraktion will für dieses Ziel eine breite Debatte führen.

Foto: Ellen Liebner/Archiv

Stadträte müssten sich einmal selbst an allen drei Tagen eines Festwochenendes ins Getümmel stürzen, um sich ein Bild machen zu können. "Erst dann können wir eine gemeinsame Diskussion gern führen", sagt der Verantwortliche für den Plauener Frühling und den Plauener Herbst.

Als grundsätzlich positiv bewertet Thomas Münzer, Vorsitzender des Spitzenfestvereins, dass sich die Stadträte mit dem Festgeschehen befassen. "Das kann uns nur helfen." Der Verein kümmert sich seit 1998 um Organisation und Finanzierung des größten Stadtfestes.

Plauener Frühling und Herbst sowie das Spitzenfest organisieren die Vereine in Eigenregie. Die Stadtverwaltung unterstützt die Ausrichter beispielsweise des Spitzenfestes mit dem Aufbau der Buden durch die Berufsfeuerwehr. Für alle drei Feten gibt es kein Geld aus der Stadtkasse. Der letzte Zuschuss der Kämmerei für das Spitzenfest datiert aus dem Jahr 2009. Für den Festumzug zur 50. Auflage gab die Stadt 20.000 Euro. Einnahmen erwirtschaftet der Verein durch Standgebühren. Einen wesentlichen Teil tragen Sponsoren.

 
erschienen am 12.06.2012 ( Von Tino Beyer )
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