Cathrin Schauer ist die Vogtländerin des Jahres 2008. Rainer Räch, Regionalleiter der "Freien Presse" im Vogtland, überreichte ihr den Goldpokal mit dem V: das V fürs Vogtland und für Victory (Sieg). Foto: Ellen Liebner
Ehrung für ein starkes Trio
Pokale für die Vogtländer des Jahres 2008 - "Freie Presse"-Leser haben entschieden
Plauen. Die drei Erstplatzierten der Wahl zum Vogtländer des Jahres 2008 haben ihre Pokale erhalten. Das Sieger-Trio - Cathrin Schauer aus Plauen, Sabine Popp aus Neumark und Heiner Albert aus Tannenbergsthal - hat sich über diese Ehrung auch deshalb einhellig gefreut, weil die Entscheidung in der Hand einer besonderen Jury lag: Die Leserinnen und Leser der "Freien Presse" im Vogtland haben per Telefon abgestimmt, wer von den zehn Bewerbern vorn landet.
Und das war auf Rang 1 mit 27,3 Prozent der 1397 abgegebenen Stimmen Cathrin Schauer, die sich als Vorsitzende des Karo-Vereins seit vielen Jahren für Frauenrechte einsetzt, gegen Gewalt an Frauen und Minderjährigen. Ihr Coup 2008: Einen Tag vor Weihnachten wurde in Plauen eine Babyklappe installiert, die als letzter Ausweg für in Bedrängnis geratene Mütter dient und so Leben schützen und bewahren soll. Cathrin Schauer betont: "Ich danke allen, die mich gewählt haben - stellvertretend für den ganzen Karo-Verein."
Die mit 25,1 Prozent der Stimmen nur knapp hinter der Vogtländerin des Jahres auf Rang 2 gewählte Sabine Popp hat 2008 ein Jahr wie eine Achterbahnfahrt erlebt. Die als Jugendliche wegen ihrer leisen, aber wirksamen Proteste inhaftierte und später in den Westen abgeschobene Neumarkerin sah sich im Zuge der bundesweit geführten Stasi-Diskussion um den Fall des IM "Schubert" plötzlich dubiosen Terrorismus-Vorwürfen ausgesetzt. Doch sie trat dem entgegen, erzählte ihre Geschichte und bewies Rückgrat.
Rang 3 mit 10,1 Prozent belegt Heiner Albert aus Tannenbergsthal. Als ein Großbrand sein Haus und Sportartikel-Geschäft zerstörte, rappelte er sich auf. Der 68-Jährige will nochmal von vorn anfangen. (ur)


