Ein Euro: Elsterberg kauft Ex-Enka
Vertrag soll noch im Juli unterzeichnet werden
Elsterberg. Die Stadt wird das Gelände des früheren Viskosegarnherstellers Enka kaufen. Der Vertrag mit dem Insolvenzverwalter soll Ende des Monats unterzeichnet werden. Als Kaufpreis wurde die symbolische Summe von einem Euro vereinbart. Wie Bürgermeister Volker Jenennchen (Alternative Heimatliste) gestern auf Anfrage sagte, erlange die Vereinbarung allerdings erst dann Gültigkeit, wenn der Stadtrat im September, also nach der Sommerpause, endgültig zugestimmt hat. Mehrheitlich bestünde jedoch bereits Einvernehmen, so der Bürgermeister.
Elsterberg plant, einen Großteil der Gebäude auf dem gut 15 Hektar großen Gelände mithilfe von Fördergeld abzureißen und das ausgewiesene Industriegelände anschließend für Gewerbezwecke zu vermarkten. Auf diesem Wege soll verhindert werden, dass das Objekt womöglich nach und nach verfällt. Enka ging vor gut drei Jahren in Insolvenz. Zuletzt waren dort rund 380 Menschen beschäftigt gewesen. Zu den möglichen Altlasten des Chemiestandortes zeigt sich Jenennchen unter Berufung auf eine Studie der Kreisbehörde zuversichtlich: "Das Thema wird vermutlich höher gehoben, als es tatsächlich ist."
Wenn man bei Neubauten nicht zu tief in den Boden stoße, bestehe keine Gefahr, so der Bürgermeister. Stehen bleiben könnte allerdings der Kohlebunker. Die massive Betonkonstruktion sei nicht nur schwer abzureißen, sie ließe sich etwa als Streusalz-Lagerstätte für das gesamte Vogtland bestens nachnutzen. (ts)


22:16 Uhr
mylischer: In einer chemie- Firma gibt es keine Rückstände? Die sollten mal die ehemaligen Arbeiter Fragen. Warum verkauft ein Insolvenzverwalter sonst so schnell für so wenig Geld? Ich denke auch an andere ehemalieg weniger ,,belastete´´ Betriebe wie Apparatebau Mylau....