Abgesenkte Poller am Altmarkt: Ab Oktober soll dieses Bild in der Zeit von 7 bis 21 Uhr wieder zum Alltag gehören - wenn der Rat zustimmt.
Foto: Ellen Liebner
Freie Fahrt durch die Altstadt: CDU will Altmarkt-Poller kippen
Die zentrale Frage zur Verkehrsgestaltung in der Altstadt wird neu aufgerollt
Plauen. Der Altmarkt soll tagsüber wieder von Fahrzeugen gequert werden dürfen. Das fordert die CDU-Fraktion und initiiert um diese viel diskutierte Streitfrage eine Abstimmung im Stadtrat. Geht es nach dem Willen der Union, soll die Neuregelung bereits ab Oktober in Kraft treten und zunächst ein Jahr lang getestet werden. Weitere Einschränkung: Der zentrale Platz soll nur tagsüber in der Zeit von 7 bis 21 Uhr für den Durchgangsverkehr geöffnet sein. In diesem Zeitraum würden die Poller abgesenkt.
Mit diesem Vorstoß machen die Christdemokraten eine Rolle rückwärts. Sie waren vor sechs Jahren maßgeblich für die Einführung der jetzigen Regelung mit verantwortlich. Ziel seinerzeit: Die Aufenthaltsqualität auf dem damals frisch sanierten Platz erhöhen. Das wurde zwar erreicht. In den Augen vieler Plauener, insbesondere der Gewerbetreibenden, herrscht seitdem auf dem Platz aber auch zu oft tote Hose. "Es scheint, dass nach dem Umbau der Altmarkt noch unbelebter geworden ist", sagt CDU-Fraktionschef Hansjoachim Weiß. Deshalb müsse man handeln. Weiß: "Es ist sinnvoll, ein Jahr praktische Erfahrungen zu sammeln."
Baubürgermeister Manfred Eberwein (SPD) sieht den Vorstoß allerdings skeptisch. Er verweist darauf, dass es sich bei dem gesamten Areal um einen verkehrsberuhigten Bereich handelt. Dazu passen keine 8000 Fahrzeuge, die dort täglich entlang fahren - für Eberwein ein rechtliches Problem. Er prophezeit eine Anweisung durch die Landesdirektion, die Poller wieder einzusetzen. "Ich halte den Vorstoß nicht für realistisch", sagte er am Dienstag. Er will sich jedoch einer demokratischen Entscheidung beugen. Eberwein: "Wenn jemand einen Antrag stellt und eine Mehrheit dafür bekommt, müssen wir sehen, wie wir das umsetzen können."


21:21 Uhr
dercityhopper: Vielen Dank crashy9708...
genau so sehe ich das auch!!!!
18:07 Uhr
crashy9708: Wie wäre es, wenn der Busbahnhof hier wieder neu entsteht. Das Rudiment des einstigen Umsteige- und Verkehrsknotenpunktes am ob. Bhf. ist ja kaum noch auszumachen.
Wie waren doch die Leute froh, als der alte Busbahnhof endlich zum ob. Bhf. zog und der Krach und Dreck aus der Stadt verschwand. Der neue Bhf. war damals ein richtiger Verkehrsknotenpunkt.
Heute läuft man sich dort höchstens Knoten in die Beine, weil von ÖPNV kaum noch was zu sehen ist.
Aber schafft immer mehr Individualverkehr in die Innenstädte, sodass die Blechkarawane auch noch den letzten Bus und die letztee Bahn aus der stadt vertreibt, weil ja unsere -ach so "erfahrenen"- PKW-Kutscher mit ihren irren Parkmanövern und dem ignorieren von Park- und Halteverboten den ÖPNV ja eh zum Erliegen bringen werden - früher oder später.
Wenn ich heute als Gast nach Plauen fahre, dann mit dr Bahn und ich nutze auch den ÖPNV. Selbst in der Bundeshauptstadt verzichte ich auf das Vehikel in der Innenstadt.
Wenn ich ins Zentrum von Plauen möchte, dann zum Bummeln und auch mal zum Dinnieren und nicht zur ständigen Parkplatzsuch inkl. behördlicher Parkgebühren-Abzocke. Außerdem kann ich dann auch in Ruhe mal ein Bier trinken und wenn ich wirklich etwas kaufe, dann kann ich das auch per Pedes mitnehmen oder mir eben auch anliefern lassen!
Wenn auf dem Platz "tote Hose" ist, dann nützt es auch nix, wenn er von Autos voll gestellt wird.
Wie wäre es mal mit Handel und Gewerbe auf dem Platz oder Konzerten etc.?
Auf dem Berliner Gendarmen-Markt ist auch immer was los, auch wenn es dort an Parkplätzen mangelt.
Anstelle von buntem Blech sollte lieber ein buntes kulturelles Treiben stattfinden, das auch Gäste in die Restaurationen lockt - auch all jenne, die nicht nur Bier und Cola, sondern auch mal einen guten Tropfen trinken wollen!
12:18 Uhr
FPcomment: Es spricht doch nichts dagegen, daß in der Innenstadt überall Fahrzeuge fahren, es dürfen nur keine KRAFTfahrzeuge sein, denn dann ist es mit der Aufenthaltsqualität vorbei.
08:32 Uhr
Nervzwerg: Typisch Herr Eberwein! Es ist noch gar nichts entschieden, aber bei diesem Herrn geht es schon mal nicht - wie immer. Egal was vorgeschlagen wird - erstmal schön dagegen sein. Der sollte nicht Baubürgermeister sondern Verhinderungsbürgermeister heißen. Wie lange will/kann sich die Stadt noch so einen peinlichen Menschen leisten?
00:16 Uhr
dercityhopper: diese idee kann doch nicht ernst gemeint sein. warum sollte das denn gut sein?
das ist die "gute Stube" plauens... ich finde gerade die Ruhe sehr angenehm... ob Fahrzeugverkehr eine wünschenswerte Belebung ist, lasse ich mal dahingestellt. Manchmal frage ich mich, welche "Helden" da oben sitzen... Statt die Innenstadt aufzuwerten und auch touristisch interessant zu gestalten-werden solche Ideen verfolgt. Da kann ich nur den Kopf schütteln, leider!!!