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Lärm kann quälend sein, besonders zu Zeiten der Nachtruhe: 800 Beschwerden aus dem Vogtland erreichten die Polizei 2016.

Foto: Oliver Stratmann/Archiv

Lärm von lauten Nachbarn: Polizei erhält 800 Beschwerden

Bewohner nebenan, die durch Geräusche auffallen: Statt bei ihnen zu klingeln, rufen genervte Krach- Opfer im Vogtland oft die Polizei. Doch die kommt auch nicht immer weiter.

Von Manuela Müller
erschienen am 21.04.2017

Plauen. Die Partygäste freuen sich, die Nachbarn halten sich die Ohren zu. In einem Mehrfamilienhaus an der Merkelstraße in Plauen hat es ein Mann neulich auf die Spitze getrieben. Die Polizei forderte ihn auf, seine Musik leiser zu drehen. Tat er aber nicht. Im dritten Anlauf zogen die Beamten seine Musikbox ein und nahmen sie mit aufs Revier.

Allein mit einem Machtwort kam die Polizei in diesem Fall nicht voran. Das sei aber die Ausnahme, sagt Polizeisprecher Oliver Wurdak. Zu tun haben seine vogtländischen Kollegen genügend mit Lärmbeschwerden. Vergangenes Jahr gingen dazu aus dem Vogtlandkreis rund 8o0 Anrufe ein. Kinder, Rasenmäher, Radios: Die Quellen der Geräusche sind verschieden, an denen sich Anwohner stören, so Wurdak.

Das sind die Top 5 Lärmquellen: Wohnungen, Gärten, Veranstaltungsorte, Baustellen, Spiel- und Sportplätze. Beschwerden kommen nach Angaben der Polizei meistens aus der Nachbarschaft. Oftmals wollen die Leute allerdings nicht vor ihren Nachbarn als Anzeigeerstatter in Erscheinung treten.

Zu dieser Zeit gibt es den meisten Ärger: Wenn's draußen wärmer wird, geht's rund. Zwischen Mai und September klingeln die Beamten am häufigsten in Wohnvierteln oder stehen am Gartenzaun, um die Krachmacher um Ruhe zu bitten. Meistens passiert das freitags, samstags und sonntags, jeweils abends und nachts. Mindestens acht von zehn Beschwerden kommen zur Schlafenszeit.

In diesen Gegenden häufen sich Lärm-Einsätze: Plauen, Reichenbach und Auerbach sind Orte, in denen die meisten Streits wegen Lärm auftreten. "Wo viele Menschen auf relativ engem Raum zusammenleben, entstehen naturgemäß die meisten Konflikte", sagt Wurdak. In Plauen verteilt sich das Problem über die Stadtteile, einen Schwerpunkt gibt es nicht. Immer wieder treten Ruhestörungen im Zusammenhang mit Veranstaltungen im Stadtzentrum, auf dem Altmarkt und im Parktheater auf.

So reagieren Polizeibeamte: Sie sprechen mit Lärm-Opfer oder Lärm-Verursacher - je nachdem, wer zuerst greifbar ist. Dann wird ermittelt, was los ist. Oft stelle man fest, dass Lärm-Opfer übertrieben haben. Falls nicht, stellen Polizisten den Verursacher zur Rede, fordern dazu auf, den Lärm zu unterlassen. Gleichzeitig gibt es eine Ordnungswidrigkeitsanzeige - von Amts wegen oder von den Betroffenen.

Was erlaubt ist: Die gesetzliche Ruhezeit liegt an den Werktagen zwischen 22 und 6 Uhr. In dieser Zeit ist alles verboten, was die Nachtruhe stört und sich vermeiden lässt. Laute Arbeiten sind sonntags und an Feiertagen untersagt. Dafür darf man in der Regel von 7 Uhr bis 20 Uhr Gartenarbeiten machen. Auch den Rasen darf man mähen. Eine allgemeine, bundesweit gesetzlich geregelte Mittagsruhe gibt es also nicht.

 
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