Minister Frank Kupfer, Matthias Stark und dessen Ehefrau Anhand von Fotos ließ sich Minister Frank Kupfer von Matthias Stark und dessen Ehefrau Heike (von links) die einzelnen Abschnitte des mehrmonatigen Umbaus zeigen.

Foto: Ellen Liebner

Minister findet Stark ganz stark

Frank Kupfer erkundet Ertrag von Förderungen

Dehles . Vom Kuhstall zur Werkstatt: Was aus einem alten Bauernhaus so alles entstehen kann, lässt sich im Reuther Ortsteil Dehles besichtigen. Matthias Stark hat dort seinen vor 20 Jahren gegründeten Elektro-Handwerksbetrieb modernisiert und dazu das Gehöft an der Ringstraße in weiten Teilen umgebaut. Weil es für das rund 350.000 Euro teure Projekt gut ein Drittel Fördergeld gab, wollte Sachsens Landwirtschaftsmister Frank Kupfer (CDU) am Montag bei einem Vogtland-Besuch sehen, wo die Mittel geblieben ist. Er war hörbar zufrieden. "Toll, stark" und "ich bin wirklich beeindruckt", war gleich mehrfach von ihm zu hören.

Schließlich hat Stark - wohl berufsbedingt - allerhand zeitgemäße Technik eingebaut. Auf den Dächern wandeln Fotovoltaik-Module Sonnenlicht in elektrischen Strom um. Und dass davon nicht allzu viel gleich wieder verbraucht wird, dafür sorgen die im und am Haus installierten LED-Lampen. Bei der Heizung entschied sich Stark zudem für Hackschnitzel als Brennstoff. Letzteres machte Jonny Ansorge (CDU) neugierig. Der Pausaer Bürgermeister und Vorsitzender des Vereins Zukunft Vogtland sucht gerade nach einer preisgünstigen Alternative, den Pausaer Schulkomplex zu beheizen. Der Verein betreut solche auf den ländlichen Raum ausgerichteten Umbaumaßnahmen wie in Dehles. ,"Hackschnitzel ist eine Option zum teuren Gas", ist Ansorge überzeugt und ließ sich die Technologie gleich mal erklären.

Mit seiner Investition hat Stark auch die Arbeitsbedingungen für seine sechs Mitarbeiter verbessert, darunter ein Lehrling. Werkstatt und Lager sind jetzt ebenerdig zu erreichen, früher ging es über eine abenteuerliche Eisenstiege. Und der neue Aufenthaltsraum kommt freundlich daher. Vor dem Umbau war dort der Kuhstall gewesen. Allerdings sind die Mitarbeiter meist unterwegs. "Aufträge haben wir in der ganzen Region, kümmern uns um Privathaushalte wie um Firmen. In Plauen genauso wie etwa in Hof", sagt der 51-jährige Elektromeister und blickt optimistisch in die Zukunft. Wohl auch deshalb, weil mit Sohn Martin (28) ein potenzieller Nachfolger für den Familienbetrieb in Sicht ist. Für ihn wurde mit dem Umbau zudem gleich neuer Wohnraum geschaffen.

Minister Kupfer hatte am Montag noch mehrere Besichtigungstermine in der Region zu absolvieren. Darunter war das Leubnitzer Schloss gewesen, das auch mit Fördergeld saniert worden ist.

 
erschienen am 17.10.2011 ( Von Thomas Stranz )
 
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