China-Restaurant "Am Nonnenturm": Do Thi Minh Ly hat das Restaurant von Schwager und Schwägerin übernommen.
Foto: Ellen Liebner
Plauen: Hürdenlauf für Gastronomie im Freien
In der City entsteht in den nächsten Tagen ein Asiagarten
Plauen. Neuer Anziehungspunkt für die City: Das China-Restaurant "Am Nonnenturm" gestaltet auf der Freifläche vor dem Restaurant einen Asiagarten. Der umfriedete Bereich wird 60 Gästen Platz bieten und mit viel Grün gestaltet. 15 große Blumenkübel sorgen für Akzente.
Die Betreiberin setzt auf ein hochwertiges Ambiente. Unter anderem wurden Korbstühle für die zwölf Tische gewählt. Die Gestaltung der Fläche übernimmt die Gartenbaufirma Bornemann. Ein Beleuchtungskonzept ist ebenfalls in Arbeit, muss jedoch noch genehmigt werden. Bereits am Donnerstag wird eröffnet.
Ziel: Wohlfühlambiente
"Wir wollen ein Wohlfühl-Ambiente für unsere Gäste schaffen", sagt Do Thi Minh Ly, Betreiberin des Restaurants. Dabei hat es ihr und ihrem Team auch der kleine Springbrunnen vor dem Gebäude angetan. Wasser und Licht sollen auch in den Abendstunden für Flair sorgen. Derzeit sind in diesem Bereich nach Geschäftsschluss der Stadt-Galerie die Bordsteine hochgeklappt.
Die Pläne für die Außengastronomie bedurften der Zustimmung der Stadtverwaltung. Allerdings rannte die Restaurantbetreiberin dort alles andere als offene Türen ein - so hat es sich jedenfalls für sie angefühlt. Dreimal musste das Konzept mit Skizzen und Anlagen auf Betreiben des Fachbereichs Stadtplanung überarbeitet werden. Eine geplante Echtholzterrasse, zum Ambiente passend ohne Unkraut und kippelnde Stühle, und einen Pavillon für einen asiatischen Imbiss wurden vom Rathaus gänzlich gestrichen. Vier Monate zogen sich die Verhandlungen hin, sodass die Betreiberin den Sommer beinahe schon abhaken wollte. Elan und Optimismus wurden zeitweise von Frust, verursacht durch nicht nachvollziehbare Entscheidungen, verdrängt.
Ist die Investition im Rathaus nicht gewollt? Baubürgermeister Manfred Eberwein (SPD) widerspricht. "Grundsätzlich unterstützen wir solcherlei Engagement. Jedoch muss sich das Vorhaben in die räumliche Situation einpassen."
Eberwein: Nicht alles umsetzbar
"Nicht jede Vorstellung ist dabei umsetzbar", so Eberwein. Der Asiagarten dürfe die Gestaltungsprinzipien der Fläche nicht konterkarieren, er müsse sich der Gestaltung des Areals unterordnen. Abstimmungen zum äußeren Erscheinungsbild, zu Gestaltung und Möblierung seien daher im Vorfeld zu treffen. Dass anderswo in der City auch Terrassen stehen, ist für Eberwein kein Argument: "Jeder Standort bedarf seiner eigenen Betrachtung, ein Vergleich mit anderen Standorten ist daher nicht möglich." Der Bauchef will zu allen offenen Fragen nochmals das Gespräch suchen.
Das China-Restaurant besteht seit 1997. Do Thi Minh Ly hat im April von ihrem Schwager und ihrer Schwägerin die Betreibung übernommen. Seit über zehn Jahren lebt sie in Plauen, hat nach der Geburt ihrer drei Kinder bereits im Familienbetrieb mitgeholfen. Als Betreiberin wird sie am bewährten Konzept nichts ändern. Allerdings: Sie hat bewusst ihre Partner in der Region ausgesucht, weshalb künftig Sternquell statt Radeberger ausgeschenkt wird.


13:36 Uhr
dercityhopper: jaja, der gute herr eberwein... dein freund und helfer.... " der asiagarten sollte sich der gestalung des areals unterordnen..." achso.. da stimme ich zu, ich würde sonst den blick auf den völlig hässlich eingebauten nonneturn vermissen...
was in plauen städtebaulich momentan geschieht ist einfach nur traurig... alles alte weg und "wir sind so modern" bauten hin...ohne hirn und verstand!
14:17 Uhr
KalorienTierchen: "Ist die Investition im Rathaus nicht gewollt? Baubürgermeister Manfred Eberwein (SPD) widerspricht."
Da kann der gute Herr Eberwein widersprechen, so viel er mag. Der Eindruck, dass er ein einziger Hemmschuh ist bleibt. Es ist ja nicht nur dieser Vorfall.
Plauen ist wirtschaftlich nun einmal keine blühende Landschaft, warum man dann den Eindruck erwecken muss das einem diese Entwicklung egal ist (siehe Gewerbegebiet Schöpsdrehe), bleibt mir ein Rätsel.
"Dass anderswo in der City auch Terrassen stehen, ist für Eberwein kein Argument" Doch eben dies ist ein Argument, was anderswo funktioniert, sollte auch an anderer Stelle klappen. Bei Projekten/Vorhaben dieser Art, welche in ihrer Umsetzung keinen unvertretbar großen Aufwand erfordern, ist schnell unbürokratische (!) Hilfe gefordert. Hier wird keine Straße aufgerissen, hier bedarf es keiner Umleitung oder ähnlicher Dinge. In Zukunft, Projekte dieser Art schneller zu genehmigen, ohne großes Hin und Her, sollte eigentlich auch im Interesse unseres Baubürgermeisters liegen, denn hier geht es um unsere Stadt....
10:02 Uhr
crashy9708: STERNQUELL statt RADEBERGER
Ich kann nur sagen, dass dies eine gute Wahl ist und nicht nur Geschmack beweist, sondern auch eine Unterstützung der regionalen Pr5odukte darstellt.
Selbst in der Bundeshauptstadt holen wir, seitdem wir es können und wissen, unsere Getränke bei dem Getränkehandel, der "Sternquell" und "Brambacher" führt.
Als alter Vogtländer ist das für mich "Ehrensache".
Viele bekannte Biersorten, die auch vor der Wende in den Westen exportiert wurden, haben zwar noch einen großen Namen, aber geschmacklich gleichen sie wie ein Ei dem anderen oder verkamen zu "Billig-Produkten" (Hartz IV-Biere).
Tja, ich wünsche der Betreiberin, dass ihr nicht weiter "Hürden" in den Weg gelegt werden - vonverwegen "Abstimmung zum örtlichen Erscheinungsbild":
Der "Konsum-Tempel" mit dem dazugehörigen Parkhaus passen genauso wenig zur gesamten Umgebung am "Tunnel", denn der "Nonnenturm" ist ja kaum noch als Wahrzeichen zu erkennen - das war früher anders!
Wer stets und ständige den "kleinen Händlern" Steine in den Weg legt, der braucht sich nicht wundern, wenn die Innenstädte mehr und mehr veröden und das örtliche Gewerbe und Handwerk aussterben.