Weil Hundehalter in Plauen das große Geschäft nur leicht verpackt in öffentlichen Mülltonnen entsorgen, gibt es regelmäßig Ärger.
Foto: Ellen Liebner
Plauener Bauhof-Chef stinkig: Hundekot gehört nicht in jede Mülltonne
In allen 800 öffentlichen Müllkübeln dürfen Hundehaufen entsorgt werden - Ordnungsamt bleibt hart
Plauen. Tatort Oelsnitzer Straße in Plauen. Bauhof-Chef Jürgen Arzt hat dort einen Mülleimer abmontieren lassen, weil es Ärger gab. "Der Eimer ist rege von Hundehaltern genutzt worden. Sie haben die Hinterlassenschaften teilweise nur mit einem Papier-Taschentuch aufgehoben und reingeworfen", sagt Arzt. Weil sich Anwohner über den Geruch beschwerten, hat der Bauhof reagiert. Die Familien hatten vermehrt Fliegen in der Wohnung, angezogen vom Kot.
In Plauen darf er in allen öffentlichen Mülleimern entsorgt werden. Als das vor mehr als zehn Jahren eingeführt wurde, galt die Stadtverwaltung als Vorreiter. Das war deutlich günstiger als Hundetoiletten. Das Ordnungsamt ließ selbstentwickelte Aufkleber drucken, die die Politessen seitdem auf jeden Behälter kleben. Kernaussage: Hier darf das große Geschäft rein. "Für diese Variante haben wir uns gemeinsam mit der Abfallentsorgung und mit dem Veterinäramt entschieden", sagt Ordnungsamtschef Wolfgang Helbig.
Der Bauhof wartet die Behälter, die Abfallentsorgung Plauen ist fürs Leeren zuständig. Beide sind jetzt unglücklich mit der Doppelfunktion der Eimer. Das Hauptproblem sei, dass der Kot mitunter statt in einer Plastiktüte nur mit dem Papiertaschentuch aufgehoben werde und sozusagen unverpackt in der Mülltonne landet. Laut Helbig gab es vor eineinhalb Jahren einen Vorstoß der Abfallentsorgung, wonach die Entscheidung überdacht werden sollte. "Wo sollen es die Hundehalter sonst entsorgen? Abfall ist Abfall", sagt Helbig. Die Diskussion sei schnell wieder vom Tisch gewesen.
Vielen stinkt's immer noch. "Das ist regelmäßig eine Sauerei. Die Behälter sind verschmiert und müssen zusätzlich gereinigt werden", sagt Thomas Will, der stellvertretende Leiter der Straßenreinigung.
Um das Hygiene-Problem zumindest im Stadtzentrum zu lösen, wünscht sich Bauhof-Chef Jürgen Arzt, dass die Mülleimer dort nicht als Hundetoiletten genutzt werden dürfen. "Wir wollen alle Mülleimer zur Verfügung stellen, und davon gehe ich nicht ab", sagt Helbig. Dass Hundehalter die Hinterlassenschaften mit Papiertaschentuch anstatt mit Plastiktüte aufheben, hält er für Einzelfälle. In Plauen sind allerdings rund 2800 Hunde gemeldet, wodurch der Begriff "Einzelfall" eine Frage der Interpretation ist.
Helbig setzt indes weiter darauf, die Plauener Herrchen und Frauchen zu erziehen. Er schickt Hunde-Politessen auf Streife. Die beiden Mitarbeiter schnüffeln den Hundehaltern hinterher und verteilen Knöllchen. Wie viele sie bereits ohne Kot-Tütchen erwischt haben, wird statistisch nicht erfasst.


18:29 Uhr
crashy9708: na, na, na, mein lieber Holzinger:
Da ich selber schon wiederholt H-IV - Posiitv war, kann ich nur sagen:
Die "Scheisse" würde ich nicht weg räumen, auch nicht wenn ich dafür als "Arbeitsgelegenheit" ein Brutto von 1.000 Euro bekommen würde!
Da habe ich mir lieber andere Jobs gesucht, die wenigstens nicht an meinem Ego gekratzt haben.
Also, bitte schön, immer differenzieren:
Den Dreck sollten die wegmachen, die in H-IV stecken und selber Hunde haben und all jene, die noch nie einen "Finger krumm" gemacht haben und mal so langsam lewrnen sollten, wie sich Arbeit anfühlt.
"Drecksarbeit" habe ich mal bei Zeitarbeit gemacht und auch nur deshalb, damit ich dem Staat nicht auf der Tasche liege - Almosen brauche ich nicht!
Wer aber keinen Stolz hat, der hat auch keine Ehre und der kann ruhig auch mal im Dreck wühlen!
NIX GEGEN DIE ANGESTELLTEN DER ENTSORGUNGSFIRMEN UND GARTENBAUBETRIEBE!!!
17:17 Uhr
Holzinger: Als Erstes die Hundesteuer mal verzehnfachen, vielleicht gibts dann weniger Hundehalter und zum Reinigen der Behälter kann man sich doch paar Leute vom Amt holen.
15:36 Uhr
gelöschter Nutzer: Immer schön billisch, da kännt dor viel Gald sporn. Un wanns stingd is doch sch...egoool.