Die "Rollkantine" an der Dürerstraße ist bei einem Contest alljährlich Anziehungspunkt für Skater aus ganz Deutschland. Die Halle steht jedoch immer wieder im Fokus der Bauaufsicht. Deshalb wurden Pläne für ein Alternativ-Domizil geschmiedet.
Foto: Thomas Voigt
Plauener Skaterhalle soll Ende 2014 ins Erdgeschoss der "Röste" ziehen
Bauliche Probleme in der "Rollkantine" an der Dürerstraße erfordern eine Lösung
Plauen. Die Plauener Skater-Szene kann auf ein neues Domizil hoffen: Die Halle befindet sich im Erdgeschoss des Kulturzentrums Alte Kaffeerösterei an der Hans-Sachs-Straße und könnte nach Angaben der Stadtverwaltung ab Ende 2014 genutzt werden. Die Sportler haben sich die Räume in der "Röste" bereits seit längerer Zeit als Ersatz für die verschlissene "Rollkantine" an der Dürerstraße ausgeguckt. Das Rathaus will diesen Weg mitgehen.
"Die Stadtverwaltung unterstützt die Vorstellungen von Skatern des Post SV als Perspektivlösung den Ausbau des Erdgeschossbereiches der Kaffeerösterei anzugehen", informiert Peter vom Hagen, Leiter der städtischen Gebäude- und Anlagenverwaltung. Abstimmungen mit den zu beteiligenden Partnern hätten auf Initiative von Bürgermeister Uwe Täschner (parteilos) bereits stattgefunden.
Laut Peter vom Hagen ist es das Ziel, nächstes Jahr die neuen Räume konzeptionell zu planen und einen Bauantrag einzureichen. "Die Nutzung wäre aus heutiger Sicht ab Ende 2014 wünschenswert, da dann der Mietvertrag des Post SV für die Räume an der Dürerstraße ausläuft", sagt er. Die Stadt will sich beim Ausbau finanziell engagieren, jedoch am bewährten Betreibermodell mit dem Postsportverein festhalten.
Dessen Vorsitzender Robby Regitz findet den Weg gut, kritisiert jedoch mangelnde Einbindung in die Planungen. "Mit uns als Vorstand hat jedoch noch niemand gesprochen", sagt er. "Dabei müsste man uns doch als erstes mit ins Boot holen." Nach zehn Jahren Verantwortung für die "Rollkantine" könne der Verein einiges an Erfahrungen beisteuern - Positives wie auch Dinge, die es zu bedenken gelte, sagt Regitz. Auf den Magen geschlagen ist ihm besonders, dass die CDU bereits für das Projekt in der Kaffeerösterei vorgeprescht ist.
Und so kam es dazu: Die Unions-Fraktion hatte von den jungen Skatern eine Unterschriftenliste erhalten. Die Sportler baten um Unterstützung, die Idee von einer Nutzung in der ehemaligen Schwimmhalle an der Hainstraße wieder einzufangen. Die Umnutzung des Gebäudes im Syratal stößt bei der CDU ebenfalls auf Skepsis.
Deshalb sprach sich Fraktionschef Hansjoachim Weiß für die Lösung in der "Röste" aus. Dort könne man versuchen, einen würdigen Rahmen für überregionale Meisterschaften zu bieten", so Fraktionschef Weiß.
Im Rathaus ist die Halle Hainstraße und ihre Doppelnutzung fürs Skaten und mit der geplanten Kunststoff-Eisbahn kein Thema mehr. Die Jugendlichen freut das, fordern jedoch insgesamt mehr Tempo für den Umzug. Sie fürchten, dass es bei Veranstaltungen in der "Rollkantine" wieder Probleme mit der Stadtverwaltung gibt. Dadurch wäre der Skaterwettbewerb im Februar dieses Jahres beinahe in letzter Minute geplatzt.
Eine Entwarnung gibt es dabei nicht. Peter vom Hagen erklärt: "Veranstaltungen können, wenn überhaupt, nur noch unter strengen Auflagen genehmigt werden." Die Trainingsmöglichkeit soll jedoch bewahrt werden, "auch wenn gegebenenfalls bauaufsichtliche Einschränkungen und vielleicht auch Nutzungsauflagen für diesen Zeitraum erteilt werden müssen". Derzeit werde darüber innerhalb der Stadtverwaltung diskutiert. Hauptmanko ist der mangelnde Brandschutz.

