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Ab 2015 wurde die einstige Stickerei zum Wohnhaus umfunktioniert.

Foto: Andreas StephanBild 1 / 6

Prachtvolle Villen vor und nach Sanierung

Als Plauen Anfang des 20. Jahrhunderts zur Großstadt aufstieg, haben sich viele Firmeninhaber Villen gebaut und zahlreiche Wohnhäuser errichtet. Über architektonische Besonderheiten informiert jetzt eine neue Ausstellung im Stadtarchiv.

Von Peter Albrecht
erschienen am 21.04.2017

Plauen. Auf den Plakaten zur neuen Ausstellung im Plauener Stadtarchiv ist ein markantes Gebäude der Stadt abgebildet: das ehemalige Gewerkschaftshaus an der Neundorfer Straße 41. Jetzt wohnen dort wieder Menschen - nachdem die Räume lange Zeit leer gestanden haben. Ihren Anteil an der Sanierung des Baus hat auch die Maler GmbH, deren Geschäftsführer Andreas Stephan Initiator der Ausstellung ist. Er hat dort wie in unzähligen anderen Objekten in Plauen fotografiert, und zwar vor und nach der Sanierung. Genau das kann man in der neuen Schau mit dem Titel "Fassaden - Räume - Rückblicke" sehen, und vieles über die Historie und architektonische Besonderheiten nachlesen.

"Erkerkonsolen mit langhaarigen Frauenköpfen" steht da über die Jugendstilelemente der Neundorfer 41 zum Beispiel geschrieben. Damals stadtbekannte Bewohner wie der Direktor der Gardinenfabrik AG, Walther Koch, oder das ab 1906 dort befindliche Postamt 7 sind aufgelistet. Die Generalsanierung startete im Jahr 2010. Dem Haus wurden ein Fahrstuhl und Einbauküchen und anderes mehr hinzugefügt. Wie immer haben die Archivmitarbeiter in mühevoller Arbeit eine Menge an Daten und Informationen über die von dem Hobbyfotograf abgelichteten Gebäude herausgesucht.

"So etwas ist nicht nebenbei gemacht", erinnerte Martin Salesch. Der Direktor des Vogtlandmuseums eröffnete in Vertretung des Oberbürgermeisters die bis zum 5. Oktober zu sehende Exposition. "Man sieht die tolle Bausubstanz, die in Plauen vorhanden ist", zeigte sich der in Hamburg geborene und in Norderstedt aufgewachsene Sohn eines Kunstmalers von der hiesigen Architektur beeindruckt. Manche Treppenhäuser seien richtige "Kleinode". Das kann man wirklich nicht anders sagen, wenn man einen Blick auf das von Stephan fotografierte Treppenhaus der Schlachthofstraße 13 wirft. Die im Art-Deco-Stil gehaltenen Wände sind ein echter Hingucker. Der Bau wurde 2004 saniert. Das Gebäude Gabelsberger Straße 11 dagegen wirke zur Straßenseite "etwas monumental", wird erklärt. Dieser Bau ist auch etwas Besonderes. Denn: Karl Flaig, Mitinhaber der Stickerei-Fabrik Flaig & Beckmann, hat damit im Jahre 1905 als erster eine Villa an der Gabelsberger Straße errichten lassen. Weitere folgten.

Auf den 40 Tafeln finden Besucher der Schau weitere Wohnhäuser und Villen, so etwa Am Preißelpöhl 32, die Jößnitzer Straße 88, die Schubertstraße 17, die Rädelstraße 7, 13, 21 und 23, die Hainstraße 4.

"Die Zustimmung fiel uns nicht schwer", berichtete Archivchefin Doris Meijler, wie die Präsentation zustande gekommen ist. Der Hobbyhistoriker hat in der Einrichtung nachgefragt, ob Interesse besteht.

Meijler lobt Stephan als einen "Kenner der Materie". Seine Leidenschaft für alte Häuser sei spürbar. Die ausgestellten Bilder und Dokumente und die Informationen zeugen vom rasanten Aufschwung der Stadt in der zweiten Hälfte des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.

Geöffnet ist das Stadtarchiv dienstags von 9 bis 18 Uhr, mittwochs von 9 bis 15 Uhr und donnerstags von 9 bis 17 Uhr.

 
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