Rentner Wolfgang StrobelFoto: Ellen Liebner
Einmal im Monat kracht es
Fakt ist, dass es immer wieder kracht. Im Durchschnitt einmal im Monat. Auf der 600 Meter langen Röntgenstraße registrierte die Polizei 2008 elf Unfälle. 2009 waren es 13, 2010 waren es zwölf. Binnen drei Jahren passierten elf Unfälle mit Personenschäden. Als Problemstraße gilt sie dennoch nicht, weil sich die Unfälle auf die gesamte Strecke verteilen. "Für die Bezeichnung Unfall-Schwerpunkt sind genaue Kriterien vorgeschrieben. Die sind dort nicht erfüllt", erklärt Polizeisprecher Oliver Wurdak. Auch auf der Reusaer Straße, die sich an die Röntgenstraße anschließt, kracht es immer wieder. Fünfmal im Jahr 2008, siebenmal 2009 und viermal 2010.
Bei den Anwohnern bleibt der Beigeschmack, dass sie an einer Unfall-Strecke wohnen. "Ich lasse meine Tochter nicht alleine zur Grundschule laufen. Das ist zu gefährlich hier", sagt Strobels Nachbarin Natalie Helhorn. Dabei steht die Schule um die Ecke. Vor ihrer Haustür, also am Skoda-Autohaus, gilt bereits Tempo 30. Das Tempo-Limit wurde auch im Bereich der Straßenbahnhaltestelle Schloss Reusa aufgestellt. Allerdings bremsen auf der gut ausgebauten, vierspurigen Straße nur wenige sichtbar ab.
Wolfgang Strobel, 70, trifft sich jetzt regelmäßig mit Männern aus seiner Nachbarschaft. Sie wollen etwas unternehmen gegen die Raser. Gut gefällt Strobel die Idee der Bürgerinitiative gegen Lärm an der A 72, die mehrfach im Schneckentempo über die Autobahn geschlichen ist und damit für Aufsehen sorgte. Seine Zettel mit den Raser-Autonummern der Polizei zu übergeben, habe wenig Sinn, sagt er selbst. Doch Strobel hofft, dass ein Mann, der Autofahrer beobachtet und sich Notizen macht, die Raser verunsichert.
In Sachen Blitzer ist die Röntgenstraße zumindest für die Polizei ein weißer Fleck. Die Straße sei für die Radarfallen ungeeignet.


13:35 Uhr
crashy9708: Mein Vater (Der habe ihn selig!) hatte ein ganz andere Methode:
Genau vor unserem Garten führte (vor über 40 Jahren) führte eine Feldweg, den so mancher Trabbi-Fahrer als seine Rallye-Strecke betrachtete.
Kurzer Hand zog mein "alter Herr" eine Querrinne darüber und stellte sogar ein Warnschild auf - die Warnung wurde zwar missachtet, aber dafür fuhr der eine oder andere Trabbi dann mit lautem Knattern weiter...
... später fuhren sie dann auf einmal alle gaaaanz langsam und die Querrinne verschwand wieder.
Nun kann heute niemand mehr mit Hacke und Spaten die Straßen aufbrechen, aber warum verbaut man keine hoch gepflasterten Steine quer zur Fahrtrichtung und kündigt das per Schild an?
Wer sich dann den Unterboden oder den Auspuff "zur Sau" fährt, der hat selber Schuld!
StVO § 3 Geschwindigkeit (Auszug)
1) Der Fahrzeugführer darf nur so schnell fahren, daß er sein Fahrzeug ständig beherrscht.
Er hat seine Geschwindigkeit insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie seinen persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen.
Noch Fragen?
13:56 Uhr
ts09112: Daß in der 30er Zone gerast wird, habe ich als "Auswärtiger" auch schon desöfteren erlebt. Aber ein Schleichweg ist es wohl nicht, gerade für nicht Plauener. Da ich relativ oft mit Navi durch Plauen fahre, geleitet mich es öfters da lang.