Eine Stunde nach Mitternacht ging im Oberdeck des Elster-Parks die Post ab. Gefeiert wurde bis in den Morgen.
Foto: Thomas Voigt
Riesige Sause im Elster-Park
Rund 1600 Besucher erlebten bis in den Morgen "Pfingsten hoch drei"
Plauen. Um es vorwegzunehmen, es wurde die angekündigte Mega-Party. Allerdings kamen weniger Nachtschwärmer als vom Veranstalter eingeplant. Offiziell 2300 Leute hätten sich im Einkaufspark zeitgleich vergnügen können. Gekommen waren rund 1600 Besucher. Das erklärte Heiko Wolfram, Chef der Veranstaltungsfirma Atmocity.
Die logistische Herausforderung war gigantisch. Fast 50 Barkeeper bedienten an neun Tresen mit einer Gesamtlänge von 145 Metern. Dafür wurden 600 Kilogramm Eis, 4500 Mehrweg- und 12.000 Einwegbecher bereitgestellt. Alles sollte wie am Schnürchen laufen. Teamgeist war gefragt. 21.30 Uhr versammelten sich alle Service-Kräfte auf dem Treppenaufgang. Vor dem Einkaufs-Park warteten bereits die ersten Gäste. 24 Security-Mitarbeiter sicherten die Eingangstüren ab. Pascal Kindlein eilte mit einem Einkaufswagen beladen mit Eisbeuteln über die Ladenstraße. "Wir sind die Bar-Runners." Der junge Mann spielte an diesem Abend sozusagen Feuerwehrmann. Wenn auch immer irgendwo etwas fehlte, war er mit weiteren Helfern zur Stelle.
Einlass kurz nach 22 Uhr
Kurz nach 22 Uhr öffneten sich die Schleusen. Fünf Garderoben-Helfer standen Gewehr bei Fuß. Hunderte Kleiderbügel lagen in Pappkartons bereit. Um diese Zeit gingen auch erste Drinks über den Tresen. Damit niemand lang auf seine Cocktails warten musste, bereitete Service-Mitarbeiterin Beatrice Kober im Hintergrund die Mixgetränke vor. Teamkollegin Kathrin Haase spähte ständig nach Versorgungslücken. Entdeckte sie ein Manko, tippte sie die fehlenden Sachen sofort den kleinen tragbaren Computer mit Touchscreen-Oberfläche ein. "Das geht sofort ans Lager."
Bevor der Einkaufspark in einen Disco-Tempel umfunktioniert wurde, rollten im Vorfeld ein Dutzend Lkw an. Bereits am Mittwoch brachten die Organisatoren Technik und Bar-Equipment, darunter 35 Kühlschränke, in die Lagerräume. Am Samstag nach Ladenschluss begann dann die heiße Phase. "Wir haben in drei Schichten gearbeitet", so Atmocity-Chef Wolfram. Für alle Partyhungrigen hat sich der Aufwand auf jeden Fall gelohnt. Drei Tanzflächen standen zur Auswahl. Bis 5 Uhr morgens drehten neun DJs an den Reglern.
Lob von den Besuchern
Marian Schubert aus Auerbach fand's toll. "Anregende Atmosphäre. Habe ich so noch nicht erlebt." Die Plauenerin Julia Pschierer hatte ebenfalls ihren Spaß. "Die Organisation an den Bars war top. Man sollte die Veranstaltung weiter als etwas Besonderes präsentieren." Mit 52 Lenzen zählte die Spitzenstädterin Viola Flach zu den reiferen Gästen. "Ich gehe hier normalerweise einkaufen. Schönes Erlebnis, alles einmal ganz anders zu erleben." Centermanager Dirk Brückner lehnte sich in der zweiten Etage im VIP-Bereich zurück. "Hätten gern noch mehr Leute hier gehabt. Wir werden sehen, ob wir weitermachen."

