André Petzold und Danny Wohlrab (rechts).
Foto: privat
Supertalent: Vogtländer mischen mit
Mittelalter-Combo "Spielleut Cantoris" hat es auf die Bühne der RTL-Show geschafft
Plauen/Dresden. Sie sind witzig, sie sind außergewöhnlich, und sie sind ein bisschen verrückt: Die Plauener Mittelalter-Combo "Spielleut Cantoris" will in diesem Jahr auf der RTL-Bühne von Dieter Bohlen und seinen Promi-Kollegen zum Supertalent 2011 gekürt werden.
Durch zwei Castings haben sich Danny Wohlrab und André Petzold bereits gekämpft, jetzt stehen sie vor der knallharten Jury aus Dieter Bohlen, Sylvie van der Vaart und Motsi Mabuse - die drei TV-Promis sollen darüber entscheiden, ob die beiden Vogtländer das Talent zu großen Stars haben.
In der Heimat sind die "Spielleut Cantoris" längst keine Unbekannten mehr. In unterschiedlicher Besetzung sind sie seit Jahren auf Mittelaltermärkten unterwegs - jetzt lockte eben die große Showbühne. Entstanden ist die Idee aus einer Laune heraus. "Ein Kumpel hat zu uns gesagt: Ihr traut Euch doch nie, Euch zu bewerben", erinnert sich Danny Wohlrab lachend.
Oh doch, und wie sie sich trauten: Erst schickten die beiden Spaßvögel ein Video an RTL, dann nahmen die Redakteure die Vogtländer unter die Lupe. Und sie befanden: Ihr dürft vor die Jury. Aufgezeichnet wurden die Shows schon vor ein paar Wochen in Dresden.
Danny Wohlrab und Kumpel André sind jetzt aufgeregt wie selten zuvor: Wann wird RTL ihren Auftritt zeigen? Im Vorschau-Film für den kommenden Samstag sind sie auf jeden Fall schon zu sehen - mit etwas Glück flimmern sie dann tatsächlich über die Mattscheibe. Oder eben eine Woche später.
Die aktuelle Supertalent-Jury von RTL: Sylvie van der Vaart, Dieter Bohlen als Hahn im Korb sowie Motsi Mabuse (von rechts nach links).
Foto: RTL/Stefan Gregorowius
Was Dieter Bohlen und Co. zum Auftritt der Vogtländer sagen, und was die Mittelalter-Gruppe auf der Bühne präsentiert, muss allerdings noch geheim bleiben. Sicher ist nur: Bösartig wie zu manch anderen war Dieter Bohlen nicht zu den Vogtländern. "Er bewertet fair. Aber er kann durchaus auch fies sein, vor allem bei Leuten, die sich zum Affen machen", erzählt der 26-Jährige. Für ihn und seinen Mitstreiter war der Auftritt sowieso mehr Ironie als Ernst: "Wir wollten durch die Show vor allem unsere Bekanntheit steigern und setzen auf den PR-Effekt. Wir haben auf der Bühne alles gegeben. Volle Kanne."
Die aktuelle Supertalent-Staffel ist übrigens die erste, die Danny Wohlrab im Fernsehen verfolgt. Hat sich der junge Plauener vorher für so etwas interessiert? "Nein, um Gottes Willen", sagt er lachend.


