So etwas gab es am Reichenbacher Krankenhaus in jüngerer Zeit noch nicht. Mitarbeiter des nichtärztlichen Klinik-Bereichs wie Schwestern oder Physiotherapeuten haben am Mittwoch während ihrer Mittagspause unter anderem mehr Lohn gefordert. Die Reichenbacher Paracelsus-Klinik ist jedoch anders als die Paracelsus-Häuser Zwickau und Adorf-Schöneck nicht an den hauseigenen Tarifvertrag gebunden. Das, so die Forderung, muss sich ändern.
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Krankenhaus-Personal fordert mehr Geld
Mitarbeiter der Paracelsus-Klinik fordern mehr Lohn
Reichenbach. Simone Bovensiepen von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat am Mittwoch eine einfache Rechnung aufgemacht: Wäre das Reichenbacher Krankenhaus vor fünf Jahren nicht an Paracelsus verkauft worden und würde weiterhin zu Helios gehören, hätten die Mitarbeiter des nichtärztlichen Klinik-Bereichs heute etwa 20 Prozent mehr Lohn. "Denn im Helios Plauen oder auch im Klinikum Obergöltzsch wird auf diesem Niveau entlohnt", sagte die Gewerkschaftssekretärin des Bezirks Vogtland/Zwickau am Mittwoch auf dem Gelände der Reichenbacher Paracelsus-Klinik vor etwa 60 Klinik-Mitarbeitern. Diese waren einem Aufruf einer Verdi-Mitgliederversammlung gefolgt, um bei einer "Aktiven Mittagspause" vor dem Haupteingang ihren Forderungen nach mehr Lohn und besseren Arbeitsbedingungen mit Transparenten Nachdruck zu verleihen.
Im Kern geht es dabei um die Forderung, das Krankenhaus in den für die anderen Paracelsus-Häuser geltenden Tarifvertrag einzugliedern. Das sei trotz mehrmaliger Anläufe seit der Zugehörigkeit zum Paracelsus-Konzern bis heute mit dem Hinweis, das Haus sei eine selbstständige Tochtergesellschaft der Paracelsus-Kliniken, nicht geschehen. "Und dieses Tarifniveau, das auch in den Paracelsus-Kliniken in Adorf-Schöneck oder in Zwickau gilt, entspricht in etwa den zum Beispiel bei Helios geltenden Tarifen", erklärte die Gewerkschaftssekretärin. Deshalb sei es überfällig, "dass Reichenbach bei der nächsten Tarifrunde dabei ist".
Ob es dazu kommt, bleibt offen. Simone Hoffmann, Paracelsus-Konzernsprecherin, am Mittwoch: "Kein Kommentar vor den nächsten Tarifverhandlungen Mitte November." Auch vom Verwaltungsdirektor der Reichenbacher Konzern-Tochter war nichts anderes zu hören. Rainer Leischker: "Die Tarifverhandlungen finden auf Konzernebene statt, dazu kann ich nichts sagen."


