Volker Liskowsky, Stadtratsfraktionschef Grüne/Gewerbeverein.Foto: Franko Martin
Liskowsky greift Kienzle scharf an
Stadtratsfraktionschef fordert vom CDU-Landtagsmitglied klare Aktivitäten zum Erhalt des Hochschulstandorts
Reichenbach. Was den Erhalt des Hochschulstandortes Reichenbach angeht, so hat Volker Liskowsky, Fraktionschef Grüne/Gewerbeverein, in der Stadtratssitzung den CDU-Fraktionschef und Landtagsabgeordneten Alfons Kienzle scharf angegriffen.
"Wir haben einen Landtagsabgeordneten in unseren Reihen. Er müsste Gespräche führen mit der Industrie, mit Verbänden, der Hochschule, dem Landkreis und so weiter und uns die Verhandlungsprotokolle vorlegen, damit der Stadtrat handeln kann. Was stattdessen kommt ist ein Angriff der CDU auf die Bitex", kritisierte er.
Die Bürgerinitiative war neulich in einer im Namen der CDU-Stadtratsfraktion verbreiteten Erklärung in die Nähe von Extremismus gerückt worden. Liskowsky ist überzeugt davon, dass es für den Stadtrat nicht zu spät ist, den Hochschulteil zu erhalten. "Was können wir tun, um noch massiv einzugreifen?", fragte er .
Während Kienzle dazu stumm blieb, entgegnete OB Dieter Kießling (CDU): "Wir haben alle Möglichkeiten als Stadtrat ausgeschöpft." Das reiche von der einstimmigen Resolution zum Erhalt des Standortes im April bis zur Teilnahme an der Anhörung im Plenarsaal des Landtages im November. "Wenn Sie konkrete Dinge haben, dann legen Sie sie auf den Tisch. Ich mache gerne eine Sondersitzung", forderte er Liskowsky auf. Darauf blieb Liskowsky stumm, alle anderen Stadträte ebenso.
Alfons Kienzle, CDU-Landtagsabgeordneter und CDU-Stadtratsfraktionschef.Foto: Franko Martin
Kienzle, der nach eigenem Bekunden auf interne Gespräche in der CDU-Landtagsfraktion gesetzt hat, erklärte am Mittwoch auf Anfrage der "Freien Presse" zu Liskowskys Anwürfen: "Es war ja nichts Neues, was er mir vorwirft. Da antworte ich nicht drauf."
Was die von ihm eigentlich für Ende November erhofften Zahlen zum Variantenvergleich für den Hochschulstandort Reichenbach angeht, so kündigte Kienzle an: "Nächste Woche gibt es dazu Neuigkeiten. Definitiv."


