Familienzusammenführung am Freitag in Reichenbach: Nele ist 106 Tage nach der Knochenmarktransplantation wieder zu Hause.
Foto: Franko Martin
Nele wieder bei ihrer Familie
Nach Erhalt der lebensrettenden Knochenmarkspende hat kleine Reichenbacherin die Klinik verlassen
Reichenbach. Nele ist wieder zu Hause. Die Zweijährige aus Reichenbach ist am Freitag, kurz vor 17 Uhr, genau 106 Tage nach der Behandlung mit einer lebensrettenden Knochenmarkspende, von ihrer Mutter Stefanie Scharf und ihrer Oma Marlies Pocklitz aus der Uniklinik Jena abgeholt worden, während daheim vor dem Haus Neles Vater Jürgen Strobel und Bruderherz Jason ungeduldig warteten.
"Man kann das nicht in Worte fassen", sagt Marlies Pocklitz. "Es war für uns alle der schwerste Kampf unseres Lebens." Dieser Kampf begann vor einem Jahr mit einer niederschmetternden Diagnose: Die zu dem Zeitpunkt einjährige Nele litt unter einer seltenen Krankheit, einem schweren Defekt des blutbildenden Systems. Einzig eine Stammzellenspende bot die Chance zur Heilung. Die Suche nach dem geeigneten Spender gleicht in solchen Fällen der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Oma Marlies nahm die Sache in die Hand und wandte sich an die Öffentlichkeit. Eine beispiellose Welle der Hilfsbereitschaft bewegte sich von Reichenbach aus durch die Region, in Scharen strömten Menschen zu den so genannten Typisierungsaktionen - und der passende Spender fand sich. Auch einer schwer kranken Französin konnte durch die Nele-Hilfe das Leben gerettet werden.
Die Behandlung zu Ostern in der Uniklinik Jena schlug an, Nele geht seither kleine Schritte auf dem Weg der Besserung. "Wir haben's bis hierher geschafft, jetzt kriegen wir sie auch gesund", sagt Marlies Pocklitz und kündigt ein Spendertreffen an, um allen Helfern Dank zu sagen.
Service:
Spendertreffen am Samstag, 28. Juli, 10 bis 18 Uhr im Gasthof Obermylau, mit Torten-Versteigerung und vielen Aktionen.


10:28 Uhr
Lockenlilly: Das sind ja tolle Nachrichten.
Auch ich bin seit meinem 18 Lebensjahr typisiert und konnte schon einmal helfen. Immer wieder würde ich Stammzellen spenden.
Ich wünsche der kleinen Nele und ihrer Familie alles Gute.