Michael Rudolph, ArchitektFoto: Franko Martin/Archiv
Plauen will Planer der Reichenbacher Gartenschau
Der Architekt Michael Rudolph hat bereits die Reichenbacher Landesgartenschau 2009 auf Touren gebracht
Netzschkau. Michael Rudolph und die Landschaftsarchitekten des Leipziger Büros Station c 23 soll Fragen klären wie: Macht eine Landesgartenschau in Plauen Sinn? Wenn ja, auf welchen Flächen kann sie stattfinden? Das Leipziger Büro soll eine Machbarkeitsstudie erarbeiten.
Das Büro hatte die Voruntersuchungen und die Bewerbung der Reichenbacher Landesgartenschau erarbeitet. Untersucht werden nun in Plauen zwei potenzielle Gartenschau-Gebiete: Der Stadtpark inklusive Syratal bis in die Innenstadt sowie die Elsteraue. Als "Außenstelle" für beide Gebiete ist der zum Teil geschlossene Friedhof II in Preißelpöhl vorgesehen. Dort gibt es Pläne für einen Baumpark.
Da die benannten Gebiete unabhängig von einer Gartenschau umgestaltet und aufgewertet werden müssen, will die Plauener Stadtverwaltung eine umfassende Flächenbetrachtung beim Leipziger Büro in Auftrag geben. Ziel: Städtebauliche Lösungen sollen auch ohne Großveranstaltung verwirklicht werden können.
Bei einer ersten Diskussion am Montag im städtischen Bauausschuss in Plauen bestand unter den Abgeordneten darin Konsens. Strittig war, wie umfassend die Untersuchung ausfallen soll - eine kleine Variante kostet 21.700 Euro, eine große schlägt mit 28.200 Euro zu Buche. Über den Auftrag entscheidet der Stadtrat am 13. September.
Die Idee für eine Plauener Landesgartenschau war nach der geplatzten Investition in der dortigen Elsteraue durch die CDU-Fraktion vorangetrieben worden. Im Bauausschuss signalisierten jedoch auch die anderen Ratsfraktionen ihre Unterstützung. Als Jahr für die Austragung der Plauener Gartenschau schlägt das Rathaus 2021 vor.
Nächstes Jahr findet die Landesgartenschau in Löbau statt. Für 2015 hat Oelsnitz im Erzgebirge den Zuschlag erhalten. Für das Jahr 2018 haben Zwickau und Glauchau ihre Bewerbung angekündigt. Falls eine dieser Städte die Gartenschau bekommt, verzichtet Plauen auf eine Bewerbung. Grund: Es ist unwahrscheinlich, dass zwei südwestsächsische Städte hintereinander den Zuschlag erhalten.


