Torsten Stolpmann, Geschäftsführer des Vereins Lebenshilfe, Dezernent Uwe Drechsel und Reichenbachs OB Dieter Kießling (von links) haben am Dienstag eine Kupferhülse, die auch die "Freie Presse" enthält, im Fundament versenkt.
Foto: JB Steps
Reichenbacher Lebenshilfeverein investiert in Betreuungszentrum für Kinder
Projekt an der Dammsteinstraße wird zwei Millionen Euro kosten
Reichenbach. Der Verein Lebenshilfe Reichenbach hat am Dienstag an der Dammsteinstraße 24 den Grundstein für ein neues Betreuungs- und Verwaltungszentrum gelegt. Im Beisein von Mitarbeitern der Lebenshilfe-Werkstatt, Angestellten sowie Gästen spielte die Werkstattband, bevor Geschäftsführer Torsten Stolpmann das Wort ergriff: Es sei unbedingt nötig geworden, die dezentralen Einrichtungen des Vereins zu einer Beratungsstelle zusammenzufassen und auch den neuen Vorschriften anzupassen.
Alles an einem Platz
Im Erdgeschoss finden künftig die Frühförderstelle, Praxen für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und eine Arztpraxis Platz. Dafür gibt es im Mittelbereich einen zentralen Wartebereich mit Ballpool und Spielmöglichkeiten sowie sanitären Einrichtungen. Die Frühförderstelle wird nach modernen Aspekten mit Ruhe- und Matschraum ausgestattet. Von allen Abteilungen aus kann man ins Freie gehen. In der ersten Etage werden Büros untergebracht.
Stolpmann berichtete, dass über 300 Patienten in die Einrichtungen kommen. "Die Förderung von behinderten Kindern und Kindern mit Entwicklungsverzögerungen ist ein wichtiges Anliegen. Diese Kinder brauchen komplexe Hilfe", so Uwe Drechsel, Dezernent im Landratsamt. Architektin Ute Noth aus Leipzig berichtete vom ersten Besuch ihrer Baustelle im Winter, als vor Schnee nichts zu sehen war. "Wir haben einen straffen Zeitplan, denn wir wollen das Gebäude vor dem Winter dicht bekommen, damit innen weiter gebaut werden kann", kündigte sie an und übergab dem Geschäftsführer einen Strauß mit Blumen und Steinen zur Erinnerung an die Grundsteinlegung.
Kupferhülse im Fundament
Frank Leischker, Geschäftsführer des Bauunternehmens IGB aus Schwarzenberg, verschloss die Kupferhülse, nachdem sie mit einer Bauzeichnung, Tageszeitungen, dem Lebenshilfe-Report und Münzen bestückt worden war. Oberbürgermeister Dieter Kießling (CDU) scherzte: "Wenn die Hülse eines Tages geleert wird, sieht man den OB am Pranger stehen." Das Foto der Spaßaktion zur 800-Jahr-Feier ist in der "Freien Presse" abgebildet. Die jetzigen Verwaltungsräume der Lebenshilfe werden zu Werkstätten. Für die Frühförderstelle an der Marienstraße wird eine neue Nutzung gesucht. "Für die Praxis im neuen Zentrum suchen wir noch einen Arzt. Das können alle Fachrichtungen sein, ein Kinderarzt wäre optimal, denn er passt gut zu den anderen Angeboten", erklärte Lebenshilfe-Mitarbeiterin Marlies Grimm.

