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Flussaufwärts links könnte der neue Uferweg die Lücke im Rundwanderweg zwischen Göltzschtalbrücke und Mylau schließen. Das schlägt der Fremdenverkehrsverein "Nördliches Vogtland" vor. Felsiges Gelände wie hier gegenüber von Kran-Held macht das Ganze nicht einfacher.

Foto: Franko Martin

Vorschlag: Uferweg für Touristen

Der Fremdenverkehrsverein "Nördliches Vogtland" hat sich Gedanken zu einem Wanderweg gemacht. Heraus kam eine Idee für den Juni-Bürgerworkshop.

Von Gerd Betka
erschienen am 19.05.2017

Mylau. In Vorbereitung auf den Bürgerworkshop Kultur und Tourismus am 8. Juni, 18.30 Uhr, im Reichenbacher Rathaus haben sich Mitglieder des Fremdenverkehrsvereins Nördliches Vogtland, allen voran Josef Wetzl, Gedanken gemacht. Sie schlagen vor, einen Uferweg an der Göltzsch als Ersatz für den Wanderweg zu bauen, der wegen der abgerissenen oberen Brücke am Karl-Marx-Ring unterbrochen ist.

"Oft fragen Touristen, die die Göltzschtalbrücke besuchen, nach einem kleinen Rundgang von der Göltzschtalbrücke nach Mylau und zurück", weiß Regina Möller vom Fremdenverkehrsverein. Durch den Abriss der oberen Brücke am Karl-Marx-Ring seien die Wanderer aber gezwungen, an der lauten B 173 mit ihren Fabrikruinen entlang zu gehen, bis sie am Obermylauer Berg wieder auf den ursprünglichen Wanderweg treffen. Dieser führt dann weiter auf den Höhenweg mit herrlichem Ausblick auf Mylau, Netzschkau und von dort zur Göltzschtalbrücke zurück.

Vom Infopunkt führt der Weg zunächst bis zur Göltzschtalbrücke, dann rechts hinab auf den Waldweg und entlang der Beschilderung VPW (Vogtland Panorama-Weg) bis zum Karl-Marx-Ring. Von hier aus könnte es künftig auf rund 300 Metern weiter entlang des Göltzsch-Ufers bis zur Straßenbrücke an der B 173 gehen. "Der gesamte Weg muss befestigt und teilweise ausgebaut werden", hält Regina Möller fest. Dazu müssten die Besitzverhältnisse und die Ansprechpartner ebenso geklärt werden wie die Finanzierung. Erfolgen müsste ein regelmäßiger Grasschnitt. Am Anfang und Ende des Uferweges müsse jeweils der Einstieg begradigt werden. Bei der Ausbuchtung an felsigem Gelände seien Verfüllungen notwendig, um an der Engstelle vorbei zu kommen. Der Bauzaun zwischen dem ehemaligem Kiosk und der ehemaligen oberen Brücke sei zu beseitigen. "Eine Bank oder Sitzgruppe mit Blick zu Burg und Stadtkirche Mylau wären eine schöne Ergänzung des Weges."

Bei einer Ortsbesichtigung Anfang Mai durch Wolfgang Richter, Regina Möller, Christa Trommer und Josef Wetzl wurden zwei Möglichkeiten zum Anbinden des Weges Richtung Obermylau (Höhenweg) besprochen. Favorisiert wird, den Weg nach dem Tor an der Brücke an der B 173 auf derselben Straßenseite weiter direkt am Gelände der Mosterei entlang zu führen. Dafür müsste dieser Anschlussweg hergerichtet werden. Alternativ sei denkbar, über die Inspektionstreppe an der Brücke unter dieser hindurch und auf der anderen Seite wieder über eine Treppe hinauf bis zum Fußweg neben dem Aldi-Parkplatz zu gelangen. Diese zweite Treppe müsste neu gebaut werden.

"Der neu angelegte Weg muss gekennzeichnet werden", so Möller. Ideal wäre eine Kennzeichnung als "Uferweg" über die gesamte Länge von fünf Kilometern ab Infopunkt über die Göltzschtalbrücke, Talweg und Uferweg sowie über den Obermylauer Berg oder die Friedhofstraße zum Höhenweg zurück.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Kommentare
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Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 19.05.2017
    07:25 Uhr

    Tauchsieder:
    - ... Durch den Abriss der oberen Brücke am Karl-Marx-Ring seien die Wanderer aber gezwungen, an der lauten B 173 mit ihren Fabrikruinen entlang zu gehen ... -.
    Reißt die Ruinen ab und ihr habt einen mehr wie breiten Wanderweg und lasst den Uferbereich der Göltzsch in Ruhe.
    Unabhängig davon, dass der unmittelbare Uferbereich zur Göltzsch gehört und damit einem Schutzstatus unterliegt, würde dieser geplante Weg beim nächsten Hochwasser wieder umgekrempelt werden. Scheinbar haben sehr viele Menschen nur noch ein Kurzzeitgedächtnis und wissen nicht mehr, was dieser Fluss 2013 dort angerichtet hat. Außerdem wird es für diese Baumaßnahmen, in einem Überschwemmungsgebiet, keine Fördermittel geben.

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